Nächster Halt: verzaubert! Ein Spaziergang durch die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber ist wie eine kleine Reise durch ein Märchenbuch. Der mittelalterliche Stadtkern mit seinen schmalen Fachwerkhäusern, verwinkelten Gässchen und kleinen Erkern und Türmchen ist für viele der Innbegriff des historischen Deutschlands.

Auf dem Turmweg um die Stadt

Ein idealer Start für Ihren Stadtrundgang durch Rothenburg bildet der Rothenburger Turmweg. Dieser führt Sie etwa vier Kilometer an der Stadtmauer entlang um die Altstadt herum. Bei Ihrem Rundgang entlang des Turmweges passieren Sie dabei zahlreiche Infotafeln, die Ihnen Informationen zu den Türmen der Stadtmauer und den Sehenswürdigkeiten liefern. Für besonders Interessierte ist auch eine Broschüre mit weiteren Informationen zu den insgesamt 22 Stationen des Rotheburger Turmwegs bei der Touristeninformation am Marktplatz erhältlich. Starten Sie Ihren Rundgang am besten am Rödertor, einem der fünf Haupttore der äußeren Stadtbefestigung, das nur etwa acht Minuten zu Fuß vom Bahnhof aus entfernt liegt. Einige Türme der Stadt sind für BesucherInnen geöffnet und auch die Stadtmauer selbst ist an manchen Stellen begehbar. Von dort oben lässt sich der Blick auf die insgesamt 42 Türme der Stadt am besten genießen.

Auf Pinocchios Spuren in Mittelfranken

Ein Abstecher vom Rundgang um die Stadtmauer lohnt sich vor allem in der Nähe des Kobolzeller Turms. Unweit davor treffen Sie auf das eigentliche Wahrzeichen der mittelfränkischen Stadt Rothenburg – das Plönlein. Selbst die Zeichner von Walt Disney zeigten sich von der Architektur des schmalen Fachwerkhauses beeindruckt: So diente das Plönlein als Vorlage für das Geburtshaus der berühmten Kinderbuchfigur Pinocchio und zählt zu den am meisten abgelichteten Wahrzeichen der historischen Stadt.

Die dunklen Seiten des Mittelalters erleben

Schaurig und lehrreich zugleich geht es weiter durch die Altstadt Rothenburgs. Nur zwei Gehminuten vom Plönlein entfernt, parallel zur Stadtmauer nach Norden, befindet sich Rothenburgs Mittelalterliches Kriminalmuseum, Europas größtes Museum zur Rechtskunde. Dort gibt es neben einer Sammlung unterschiedlicher Schandmasken, Streckbänken und weiteren Foltergerätschaften auch eine Eiserne Jungfrau zu bestaunen. Das Museum spielt dabei aber nicht mit Schockeffekten, sondern erfüllt seinen aufklärerischen Anspruch als Rechtskundemuseum und achtet auf eine kindgerechte Darstellung. Im Anschluss an den Museumsbesuch können Sie Ihren Spaziergang entlang des Rothenburger Turmwegs in Richtung Burgtor fortsetzen. Für eine kleine Stärkung mit Kaffee und Kuchen empfiehlt sich ein kurzer Abstecher einmal quer über den Marktplatz ins Traditions-Café von Walter Friedel. Für Naschkatzen hält das Café seine originalen Rothenburger Schneeballen und Tauberkugeln, kleine Pralinen-artige Leckereien, bereit.

Weihnachten das ganze Jahr

Wer noch Zeit und Lust hat einen weiteren Halt einzulegen, findet nur 3 Gehminuten vom Kriminalmuseum ein weiteres Museum, das seines Gleichen sucht. Im Deutschen Weihnachtsmuseum ist das ganze Jahr Heilig Abend. Hier werden die Entstehung und Weiterentwicklung weihnachtlicher Bräuche in Deutschland für die Besucher durch zahlreiche Exponate anschaulich gemacht. Im Haus nebenan lässt sich anschließend in Käthe Wohlfahrts Weihnachtsdorf auch gleich das eine oder andere Souvenir für Freunde und Familie besorgen. Direkt vor dem traditionsreichen Geschäft laden überdimensionierte Nussknacker-Figuren und ein roter Historienbus mit Geschenken die Besucher zum Fotostopp ein.

Verwunschene Romantik und Natur – Der Burggarten

Egal, ob sie bei Ihrem Ausflug bisher dem Turmweg gefolgt sind, oder sie direkt einen Spaziergang durch das mittelfränkische Städtchen unternommen haben – der Burggarten am Stadtausgang am Burgtor bietet für eine kurze Pause die ideale Kulisse. Die Gartenanlage auf dem ehemaligen Burggelände lädt zum Verweilen in romantischer Atmosphäre ein und lässt Fotografenherzen höherschlagen. Das Herzstück der Anlage ist der kleine Figurengarten, dessen Anordnung die Jahreszeiten und die vier Elemente symbolisiert. Kehren Sie zum Abschluss in die nahegelegene Trinkstube Zur Höll ein und lassen den ereignisreichen Tag bei einem deftigen Mahl und einem guten Glas Wein oder einer erfrischenden Apfelschorle Revue passieren, bevor es zurück zum Bahnhof geht.

Diesen erreichen Sie in knapp 15 min zu Fuß, indem Sie der Burggasse und dem Alten Keller nach Osten folgen, bis Sie auf die Rödergasse treffen. Dort biegen Sie rechts in Richtung des Rödertors ein, an dem Sie Ihren Rundgang um die Altstadt begonnen haben. Von dort aus folgen Sie der Ansbacher Straße bis zur Bahnhofstraße und folgen dieser noch etwa 200 Meter bis zum Bahnhof, von dem Sie voller Eindrücke im Gepäck ganz entspannt die Rückreise antreten. Wetten, dass Sie nach einem Besuch des romantischen Rothenburgs definitiv verzaubert sind?

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