Mit der Bahn nach Neuschwanstein

Stadt-Land-Fluss: Eat this! unterwegs mit dem Regio-Ticket Allgäu-Schwaben

In Bayern unterwegs: die große Stadt-Land-Fluss Blogger-Challenge

Egal, ob Bergsteigen im Karwendel, eine Gondelfahrt auf der Regnitz oder Schlemmen im idyllischen Altmühltal: Bayern hat so viel zu bieten. Die Blogger unserer Stadt-Land-Fluss Challenge haben für Sie die schönsten Ecken des Freistaates auf fünf verschiedenen Regio-Strecken erkundet – ganz im Sinne von Stadt-Land-Fluss.

Haben Sie schon die nächste Entdeckungsreise in Bayern geplant? Lassen Sie sich von den Tipps der Blogger inspirieren!

„Einfach mal in den Zug einsteigen und gucken, wo man rauskommt.“

So ein bisschen Platitüde, aber mal ganz im Ernst: Man sollte es einfach mal machen.

Vergiss das volle Email-Postfach und die Buchhaltung, die eigentlich dringend auf Vordermann gebracht werden müsste. Mach’ spontan einen Tag frei und schau einfach mal, wohin die nächstbeste Bahn in der Region fährt.

Ich meine, sollten wir uns nicht alle ein bisschen mehr Zeit für uns selbst nehmen? Nein, das ist nicht nur eine Floskel und trotzdem müssen auch wir zugeben, dass wir uns selten daran halten.

Zufall oder pures Glück also, dass die DB Regio Bayern unter dem Motto #WirEntdeckenBayern zum aktiven „Stadt, Land, Fluss“-Spiel geladen hat. Einen Tag lang mit dem günstigen Regio-Ticket Allgäu-Schwaben durch die Region fahren und Locations besuchen, die man vorher noch nicht gesehen hat. Oh yeah, da sind wir dabei!

Und wohin geht’s? Als wir mit unseren Fahrkarten am Bahnhof standen und den Fahrplan angesehen haben, mussten wir uns einfach für das Allgäu und das kitschigste Ziel überhaupt entscheiden: für Füssen und eine Schlösserwanderung rund um Schloss Neuschwanstein.

Nach einer 2 1/2-stündigen Fahrt erreichen wir Füssen und denken uns erstmal: „Auweia, hoffentlich hält das Wetter“, denn das Wetter in den Bergen kann auch im Sommer tückisch sein und die Wolken hängen bereits tief. Zum Glück haben wir unsere Regenjacken dabei.

Unsere Wanderung führt uns über den Lech, einen der letzten wilden Flüsse Deutschlands, zum wunderschönen Schwansee, der mitten in einem Naturschutzgebiets liegt und von dem aus man bereits die berühmten Schlösser entdecken kann.Irre, wie das vermutlich berühmteste Schloss der Welt fast schön mystisch inmitten der Bäume am Hang liegt.

Angekommen in Hohenschwangau merkt man natürlich gleich, dass Urlaubszeit ist. Das Örtchen ist voller Touristen, aber zum einen rechnet man selbstverständlich damit, wenn man ein Ziel wie das Schloss Neuschwanstein für die „Stadt, Land, Fluss“-Challenge auswählt und zum anderen hat das auch irgendwie Charme. Genießen lässt sich der Ausblick auf den wunderschönen Alpsee, unser „Fluss“-Ziel, auf jeden Fall dennoch, weshalb wir hier auch Rast machen und unseren selbstgemachten Trailmix futtern. Das Rezept findest du bei uns auf dem Blog.

Frisch ausgeruht machen wir uns auf den Weg zur berühmten Marienbrücke, von der aus man das Schloss so sehen kann, wie es schon tausende von Fotografen vor uns abgelichtet haben. Aber hey, das Bild zu knipsen ist dennoch Pflicht und so reihen wir uns in die Massen und bestaunen den Prunkbau. In diesem Moment sind wir ganz schön froh, dass solche Monumente gut in Schuss gehalten werden.

Trotzdem machen wir uns schnell wieder auf den Weg – ist einfach doch ziemlich voll hier. Leider ist es aktuell nicht möglich, den Rückweg durch die bekannte Pöllatschlucht zu nehmen. Diese ist seit 2014 wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt. Aber kein Problem, wir nehmen einen anderen Weg und machen uns wieder in Richtung Füssen auf. Wir haben ja noch unser „Stadt“-Ziel vor uns.

Über den Lech geht es also ein zweites mal und dann durch die schöne Altstadt von Füssen wieder in Richtung Bahnhof. Auch wenn das Allgäu natürlich nicht als Veganerparadies bekannt ist, haben wir doch ein Restaurant gefunden, welches sich auch auf Touristen einstellt, die sich rein pflanzlich ernähren.Beim Olivenbauern in der Kemptener Straße mussten wir einfach die Rösti mit veganer Champignon-Rahm-Sauce bestellen. Darf man sich gönnen, wenn das Fitnessarmband schon 16 gewanderte Kilometer anzeigt.

Gut gestärkt ruhen wir uns noch ein bisschen auf der Terrasse aus und warten auf den letzten Zug, der wieder in Richtung Ulm fährt. Glücklicherweise liegt das Restaurant nur 5 Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt.

Tschö, Füssen. War schön! Und auf der Heimfahrt denken wir noch, wie doof wir sind, dass wir das mit diesem „einfach mal in den Zug steigen und gucken, wo man raus kommt“ nicht häufiger machen.

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