Wir entdecken Bayern: Stadt-Land-Fluss

Isarblog unterwegs mit dem Regio-Ticket Donau-Isar

Für die Blogger-Challenge STADT LAND FLUSS machen wir uns sehr früh auf den Weg. Wir reisten an einem Samstag mit dem Regio-Ticket Donau-Isar in unsere alte Heimat Niederbayern. Monika und ich leben schon sehr lange in München, aber aufgewachsen sind wir in Landshut (Monika) und Straubing. Entlang der Isar fahren wir mit dem Zug zuerst in Richtung Donau. Noch ein Grund, warum das Ticket so gut zu uns passt: Wir sind beide Donaukinder. Monika ist in Ingolstadt an der Donau geboren, ich wiederum in Straubing.

FLUSS im Überfluss: Die Dreiflüssestadt Passau

Nach rund zwei Stunden erreichen wir den zentral gelegenen Hauptbahnhof von Passau. Es ist noch sehr ruhig um halb neun und wir laufen durch die schöne Altstadt Richtung Dom. In der Luragogasse gehen wir zum Frühstücken ins wunderschöne Cafe Schöffberger. Das ehemalige Schuhgeschäft aus den 50er Jahren wurde behutsam renoviert wurde und lädt nun zum Verweilen ein. Wir müssen jedoch bald weiter in Richtung Rathausplatz, wo Schiffe für Rundfahrten vor Anker liegen. Der Rathausplatz von Passau öffnet sich auf einer Seite zum Wasser hin und erinnert ein wenig an den Markusplatz in Venedig. Wir machen eine 45-minütige Rundfahrt auf der Donau und dem Inn. Dabei umrunden wir einmal die Altstadt und haben vom Wasser aus einen schönen Blick auf Passau. Vom Schiff aus erkennt man auch sehr gut, wie sich das dunklere Wasser der Donau mit dem des Inn vermischt.

Um einen Blick von oben auf die Passauer Altstadt zwischen Donau und Isar zu werfen, machen wir uns noch auf den Weg zur Veste Oberhaus, die über Passau auf dem Georgsberg thront. Die ehemalige fürstbischöfliche Residenz kann mit mit einem halbstündigen Spaziergang vom Rathausplatz aus erreichen. Dort oben gibt neben einem Museum und einer Jugendherberge mit dem Das Oberhaus auch ein schönes Restaurant mit toller Aussichtsterrasse.

Raus aufs LAND: Sport und Erholung in Wörth an der Isar

Von der Veste Oberhaus aus gehen wir wieder zurück zum Bahnhof, um unsere Entdeckungsreise fortzusetzen. Mittlerweile ist uns richtig heiß geworben und wir brauchen ein wenig Abkühlung. Wir fahren mit dem Donau-Isar-Express zurück in Richtung München und steigen kurz vor Landshut in Wörth an der Isar aus. Wir laufen durch den beschaulichen Ort Richtung Osten und erreichen nach 20 Minuten den Wörther See, der nach dem Kiesabau als künstlicher See angelegt wurde. Dort befindet sich mit dem Wakelake ein Mekka für Wassersportfans. Vor allem wegen der 5-Mastanlage kommen viele Wakeboarder aus nah und fern gerne nach Wörth an der Isar. Mit kalten Getränken relaxen wir auf der Terrasse und sehen den Wakeboardfahrern bei ihren Kunststücken zu. Wer das Wakeboarden lernen möchten, kann dort auch einen Anfängerkurs machen. Aber auch zum Beachvolleyballspielen oder einfach nur zum Entspannen auf der Liegewiese bietet sich der Wakelake als Ausflugsziel an.

Eine STADT im Ausnahmezustand: Landshut

Weiter geht es ins nahegelegene Landshut, das nur eine Haltestelle mit dem Zug entfernt liegt. Hier wird gerade die Landshuter Hochzeit gefeiert, die nur alle vier Jahre stattfindet. Die ganze Stadt ist im Ausnahmezustand und veranstaltet eines der größten historischen Feste Europas. Anlass dafür ist die Hochzeit von Herzog Georg der Reiche von Landshut mit der polnischen Königstochter Jadwiga im Jahr 1475. Die rund zweitausend Darsteller sind bis auf wenige Ausnahmen nur Landshuter. Ein ganzes Jahr lassen sich Frauen wie Männer die Haare nicht schneiden, damit auch die Frisuren dem 15. Jahrhundert entsprechen. Bis Ende Juli ist viel geboten in der Stadt:

Konzerte mit historischer Musik, Ritterturniere, Singspiele und Mummenschanz. Die Karten für die Veranstaltungen sind immer sehr schnell ausverkauft. Die Festumzüge durch die Landshuter Innenstadt, die immer am Sonntag stattfinden, kann man auch ohne Karten ansehen. Man sollte natürlich rechtzeitig da sein, um sich seinen Platz zu sichern.

Aber auch bei unserem Besuch am Samstag war einiges los in der Stadt. Die Landshuter nutzen die Tribünen in der Altstadt, um dort zu picknicken und zu feiern. Musiker der Landshuter Hochzeit spielen in den Straßen und Gassen und die Wirtshäuser richten einen Straßenverkauf ein. So auch das Restaurant Denkma(h)l von Fernsehkoch Tobi Stegmann, bei dem wir kurz zum Abendessen einkehren. Danach zieht es uns wie viele andere Besucher hinüber zur Grieserwiese, wo neben dem Turnierplatz auch der Zehrplatz mit dem Lagerleben liegt. Das Lagerleben findet Freitag-, Samstag- und Sonntagabend statt und der Eintritt dafür kostet 3 Euro, einen Vorverkauf gibt es dafür nicht. Zahlreiche Akrobaten, Jongleure und Gaukler unterhalten die Gäste und das Angebot an Speis und Trank ist mehr als reichlich. Bis spät am Abend schallen die typischen Halloooooo-Rufe über das Festgelände.

Erfüllt von den vielen verschiedenen Erlebnissen in Niederbayern gehen wir glücklich zum Bahnhof zurück und steigen in unseren Zug nach München. Wir wollen bald wiederzukommen, denn alle drei Ziele sind es wert, länger als nur ein paar Stunden bleiben.

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