Stadtrundgang
Museums-Hopping am Main
Schweinfurts Kunstschätze und ihre außergewöhnlichen Gebäude
Schweinfurt
2 h
4 km

Eckdaten zur Tour

In Schweinfurt sind die bildende und die Baukunst eng miteinander verbunden. Auf dieser Tour entdecken Sie, wie Kunst ins Schwimmbad  kommt und wie gut historische und moderne Architektur in einer Stadt und sogar in einem einzelnen Bauensemble harmonieren können. Sie erfahren, mit welchen Beiträgen Industrielle und Erfinder wie Georg Schäfer und Ernst Sachs die Kultur der Stadt bis heute bereichern. Der Spaziergang spannt einen Bogen von Renaissance über Rokoko bis zur Gegenwart und von Carl Spitzweg und Caspar David Friedrich bis zur zeitgenössischen Kunst. 

Eine Stadtrundgang für Kulturliebhaber und Entdecker

Startbahnhof für diese Tour
Schweinfurt-Mitte
2 Tourstationen
4 km / 2 Stunden
Endbahnhof für diese Tour
Schweinfurt-Mitte

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Ablaufplan

Tourenstart am Schweinfurt-Mitte

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Schweinfurt-Mitte finden Sie Ihren Weg zum Mainufer, dem Sie links herum folgen. Wo Sie heute auf der Gutermann-Promenade flanieren, wurden früher Schiffe den Fluss entlang gezogen, eine Arbeit, die als Treideln bezeichnet wurde. Sie passieren das Industriedenkmal für das weltweit erste Walzen     linkerhand. Rechterhand schauen Sie auf die Schleuseninsel, die durch den Bau des Schleusenkanals von der Maininsel Bleichrasen abgetrennt wurde. Am Ende der Schleuseninsel stimmt Sie eine Stahlrohrskulptur des Ehepaars Matschinsky-Denninghoff auf das künstlerische Thema dieser Tour ein. Hier verlässt die Promenade das Mainufer. 

Am Naturkundlichen Museum biegen Sie links ab und betreten die Schweinfurter Altstadt. Beiderseits der Brückenstraße empfängt Sie ein bemerkenswertes Bauensemble, das mittelalterliche und zeitgenössische Architektur gekonnt miteinander verbindet. Gebildet wird es aus Stadtbücherei, Hauptzollamt, dem Bayerischen Landessozialgericht und Ihrem ersten Ziel dieser Tour: dem nicht zu übersehenden Museum Georg Schäfer. 
 


Museum Georg Schäfer

Beim Museum Georg Schäfer beeindruckt die gezeigte Kunst ebenso wie der Museumsbau selbst.

Zu sehen ist die bedeutendste Privatsammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts und angrenzender Jahrzehnte – angefangen mit dem späten Rokoko, über Klassizismus, Romantik und Impressionismus bis hin zu den Secessionisten. Sie umfasst neben der größten Carl-Spitzweg-Sammlung der Welt auch Arbeiten von Caspar David Friedrich, Max Liebermann, Max Beckmann und vielen anderen. In Umfang und Qualität sind das Museum und seine Sammlung vergleichbar mit der Neuen Pinakothek in München und der Alten Nationalgalerie in Berlin. 

Mit der neuen Nationalgalerie in Berlin ist dieser zu den wichtigsten Museumsneubauten der Gegenwart gehörende Bau architekturgeschichtlich verbunden. Seit den 1950er Jahren hat es immer wieder Pläne und Wettbewerbe für einen Museumsneubau gegeben. Darunter 1964 auch ein nicht verwirklichter Entwurf von Ludwig Mies van der Rohe, der in der Folge eine der Grundlagen für die Ikone der klassischen Moderne am Berliner Kulturforum wurde. 

Umgesetzt wurde schließlich der Entwurf des Berliner Architekten Volker Staab von 1997, der mit seinen Brückenelementen und Sichtachsen immer wieder überraschende Ausblicke auf das Innere des Museums und die Stadt Schweinfurt gewährt. Das preisgekrönte Museum wurde im Jahr 2000 eröffnet und gehört zu einem Bauensemble, das vom Deutschen Architekturmuseum zu den 24 besten Bauwerken Deutschlands gekürt worden ist.
 

Adresse

Kontaktdaten

Öffnungszeiten & Eintrittspreise


Wegbeschreibung

Ein kleiner Schlenker erlaubt Ihnen eine Einordnung des eben besichtigten modernen Bauensembles in die es umgebende von der Renaissance geprägte Architektur des Altstadtviertels Zürch.

Nach ein paar Schritten die Brückenstraße hinunter wenden Sie sich nach rechts. In der Rittergasse sehen Sie die Fassade des Erbacher Hofs, der auf seiner Rückseite mit dem Ensemble von Stadtbibliothek und Hauptzollamt verbunden ist. Ein Blick in die Frauengasse trifft auf die St.-Salvator-Kirche, eine schlichte Barockkirche. Von dort aus nahm die Reformation in der Stadt ihren Ausgang, als 1532 der sächsische Hofprediger, Humanist und Historiker Georg Spalatin in Schweinfurt zum ersten Mal predigte.

Sie gehen die Burggasse hinauf und biegen an ihrem Ende links in die Rückertstraße. Auf dem Marktplatz lohnt sich ein Blick auf das Alte Rathaus aus dem Jahr 1572. Das Hauptwahrzeichen der Stadt gilt als eines der schönsten Renaissance-Bauwerke Süddeutschlands. 

Sie überqueren den Marktplatz diagonal und gelangen auf den Martin-Luther-Platz mit der St.-Johannis-Kirche, einem der wichtigsten kirchlichen Bauwerke zwischen Bamberg und Würzburg. Von hier aus geht es zurück auf die Zehntstraße und westwärts am Zeughaus vorbei, rechts in die Wolfsgasse und vor dem Theater der Stadt links in den Châteaudunpark. Sie folgen der Stadtmauer bis zu Ihrem zweiten Ziel, der Kunsthalle Schweinfurt. Auch hier birgt ein außergewöhnliches Bauwerk Kunst aus verschiedenen Epochen.
 


Kunsthalle Schweinfurt

Die Kunsthalle Schweinfurt war 70 Jahre lang eine Schwimmhalle und zeigt seit 2009 Kunst aus der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Anfang der 1930er Jahre entstand das Gebäude im Übergangsstil aus Historismus und Moderne. Architekt war der damals renommierte Roderick Fick. Bauherr war der Industrielle Ernst Sachs, dessen Erfindung sich auch heute noch an modernen Fahrrädern findet: die Torpedo-Freilaufnabe. Er schenkte das Volks- und Hallenbad seiner Heimatstadt Schweinfurt.

Nach schweren Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg konnte das Bad 1949 wieder eröffnet werden und beherbergte bis etwa 1956 mit dem Amerika-Haus erstmals vorübergehend auch eine Kultureinrichtung. 

Im neuen Jahrtausend erinnerte man sich dann an einen Ausspruch des Stifters Ernst Sachs, der bei der Einweihung bemerkt haben soll, dass das Hallenbad eher aussähe „wie eine Festhalle, in der auch Kunstausstellungen stattfänden“. Ein Effekt, den der Architekt Fick durchaus beabsichtigt hatte.

Heute ist genau diese Halle, in der sich früher das Schwimmbecken befand, mit ihren elf Metern Raumhöhe das Kernstück der Kunsthalle Schweinfurt. Hier werden Wechselausstellungen gezeigt. Das ehemalige Ernst-Sachs-Bad ist Sitz der städtischen Kunstsammlung und der Sammlung Joseph Hierling und zudem Ausstellungsort des Kunstvereins Schweinfurt. Seit 2019 ist die Dauerausstellung „Kunst nach 1945 in Deutschland“ und im Rahmen einer Triennale immer wieder auch zeitgenössische Kunst aus Franken zu sehen. 
 

Adresse

Kontaktdaten

Öffnungszeiten & Eintrittspreise


Tourenende am Schweinfurt-Mitte

Wegbeschreibung

Ein paar Schritte die Rüfferstraße hinunter treffen Sie auf das Landgericht. Hier biegen Sie in die baumbestandene Luitpoldstraße ein, der Sie durch das Gründerzeitviertel Schweinfurts folgen, bevor Sie nach links in die Cramerstraße einbiegen. Lassen Sie die Stadtgalerie, auf die Sie nun zugehen, ruhig links liegen. Dort wartet kein Kunstgenuss auf Sie, die Stadtgalerie ist eine Mall. Sie gehen unter Straßen und Schienen hindurch zurück zum Mainufer. Auf Ihrem Weg entlang der Gutermann-Promenade kommen Sie am Wahrzeichen der Industriestadt Schweinfurt vorbei. Das 14-geschossige Verwaltungshochhaus der Svenska Kullagerfabriken ist abends weithin sichtbar mit dem Schriftzug SKF erleuchtet. Mit dem Wehr erreichen Sie auch Ihren Abfahrtsbahnhof Mitte.


Streckentypen

Fußweg
0,8 km
Fußweg
1,5 km
Fußweg
1,6 km

Tourkarte

Start/Ende

Schweinfurt-Mitte

Gutermann-Promenade

97421 Schweinfurt

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