Ausflugstipp

Für große und kleine Besucher: das Edwin Scharff Museum

In Neu-Ulm können Familien erst in die Welt der Klassischen Moderne eintauchen und im Anschluss im Kindermuseum auf interaktive Entdeckungsreise gehen.

Edwin Scharff (1887 bis 1955) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren und aufgewachsen in Neu-Ulm, verlässt Edwin Scharff die Stadt, um Malerei in München zu studieren. Obwohl er seine Künstlerkarriere als Maler beginnt, wendet er sich schnell verstärkt der Bildhauerei zu und lehrt unter anderem als Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Seine Werke sind geprägt von der klassischen Formensprache. Gerade ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen seine Kreationen vor allem auch kubistische, abstrahierende Züge erkennen.  

Im Neu-Ulmer Edwin Scharff Museum finden auf rund 1.500 Quadratmeter zahlreiche Arbeiten des Künstlers, wie Skulpturen, Bilder oder Dokumente, Platz. Abgerundet wird die Ständige Sammlung zu Edwin Scharff durch ausgesuchte Werke weiterer bedeutender Bildhauer, Zeichner und Malern wie Ernst Barlach, Käthe Kollwitz oder Wilhelm Lehmbruck. Zudem widmet das Museum Edwin Scharffs Wegbegleiter Ernst Geitlinger (1895 bis 1972) eine eigene Ständige Sammlung mit rund 50 Werken. Geitlinger gilt als einer der bedeutendsten Maler der Moderne und der Abstraktion in Deutschland. Ergänzt werden die beiden Ausstellungen durch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen.

Darüber hinaus punktet das Edwin Scharff Museum mit modernster Ausstattung: Überall in den Ausstellungsräumen befinden sich Medienstationen, an denen sich Interessierte Video-Interviews von Edwin Scharff anschauen und mit nur einem Handwisch weitere Informationen zu ihm nachschlagen können.

Und damit noch lange nicht genug: Neben den beeindruckenden Einblicken in die Welt der modernen Kunst bietet das Edwin Scharff Museum die Chance, unterschiedlichste Wissensgebiete und Alltagsrätsel zu erforschen. Direkt im angrenzenden Kindermuseum können Familien auf rund 500 Quadratmetern an zahlreichen Mitmachstationen auf Entdeckungsreise gehen. Anfassen ist hier ausdrücklich erwünscht! Die Ausstellung wechselt jedes Jahr und ist für Kinder von fünf bis zwölf Jahren geeignet. Dabei drehen sich die Themen der Ausstellungen um sämtliche Aspekte des Lebens, sind kindgerecht aufbereitet und mit vielen spannenden Experimenten verbunden. So macht Lernen garantiert Spaß.

Bis zum 15. September 2019 findet noch die Ausstellung „Hör mal, wer da guckt“ statt und veranschaulicht die Funktionsweise unserer Ohren und Augen. In der Schreikabine dürfen die Besucher mal so richtig Krach machen. Ein Messgerät zeigt ihnen dann in Dezibel an, wie laut sie waren – und wer im Freundeskreis am lautesten schreit. In der Klangwerkstatt hören Kinder, wie unterschiedlich große und kleine Kochtöpfe klingen und bei der Station „Weltempfänger“ können die Besucher in Radiosendungen aus zehn verschiedenen Ländern der Welt live mitverfolgen. Außerdem gibt es einen Bereich, der den Kindern aufzeigt, wie anders ihr Handrücken aussieht, wenn man ihn unter einer Lupe vielfach vergrößert. Das ist aber immer noch nicht alles: Im Kindermuseum gibt es noch viel mehr zu entdecken! Insgesamt warten 13 Stationen auf Besucher und wollen unbedingt ausprobiert werden.

Weitere Informationen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise sind auf der Website des Edwin Scharff Museums zu finden.

Wie wäre es nach dem Museumsbesuch noch mit einem leckeren Essen, bevor es wieder nach Hause geht? Ein Besuch der Barfüßer Hausbrauerei rundet den Ausflug perfekt ab. Ob krosse Brauerfladen frisch aus dem Steinofen über hausgemachte Maultaschen bis hin zum saftigen Steak, hier findet jeder etwas. Für Kinder gibt es spezielle Gerichte, wie Kinderschnitzel mit Pommes, Spätzle mit Soße oder ein Paar Wienerle. Vom Edwin Scharff Museum sind es lediglich elf Minuten Fußweg bis zur Paulstraße 4. Dort befindet sich das Restaurant.

Anfahrt: Ab Bahnhof Neu-Ulm sind es noch sieben Minuten zu Fuß. Überqueren Sie dazu den Julius-Rohm-Platz und folgen Sie dann der Ludwigstraße bis Sie nach 180 Metern links in die Friedenstraße einbiegen. Nach 170 Metern gehen Sie nach rechts auf den Petrusplatz. Dort befindet sich das Museum auf der linken Seite.

 

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