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Weil Fürth direkt an Nürnberg angrenzt, wird die Großstadt immer ein bisschen als deren kleine Schwester angesehen. Doch die Kleeblattstadt muss sich kein bisschen verstecken! Da ist es doch verlockend, Fürth einmal richtig kennenzulernen, denn hier warten wunderschöne Orte auf Sie, mit denen Sie den perfekten Tagesausflug mit der Bahn gestalten können.

Egal, wo Sie in Bayern starten, Fürth erreichen Sie sehr gut mit den Zügen der DB Regio Bayern: Bayreuther:innen brauchen nur eine gute Stunde, Augsburger:innen oder Münchner:innen sind in zwei Stunden da. Das historische Stadtbild wurde im zweiten Weltkrieg kaum zerstört, was man schon bei der Ankunft feststellen darf: Das Empfangsgebäude des Bahnhofs von 1863 ist bis heute erhalten. Auch in der Altstadt können Sie ganze Straßenzüge mit original historischen Fachwerkhäusern bestaunen. Den Namen Denkmalstadt hat sich Fürth selbstbewusst eigens verliehen – allerdings zu Recht, denn mit 2.000 Denkmälern kann die Stadt die höchste Denkmaldichte in Bayern aufweisen.

Ein bisschen Italien mitten in Franken

Gehen Sie durch den Haupteingang und biegen Sie links auf die Maxstraße ab. Nun folgen Sie der Schwabacher Straße nach rechts, bis Sie vor dem Rathaus stehen. Nanu, jetzt denken Sie plötzlich, dass Sie auf einem Marktplatz in Italien gelandet sind? Fürths Rathaus passt mit seinen Rundbogenfenstern und dem 52 Meter hohen Turm tatsächlich eher in die Toskana als ins hiesige Stadtbild, denn es wurde dem berühmten Palazzo Vecchio nachempfunden, dem Wahrzeichen von Florenz.

Das Rathaus ist nicht nur von außen imposant. Im Inneren können Sie zum Beispiel die filigrane Deckenbemalung mit dem Kleeblatt inspizieren, das das Symbol der Stadt Fürth darstellt und ihr auch den Namen Kleeblattstadt einbrachte. Falls Sie genau um die Mittagszeit am Rathhaus stehen, lauschen Sie mal. Denn täglich um 12:04 Uhr erklingt im Turm das Glockenspiel – und zwar mit „Stairway to Heaven“, dem größten Hit der Rockband Led Zeppelin.

Nun folgen Sie der Königstraße nach links. Auf der linken Seite sollten Sie sich unbedingt eine kleine Leckerei im „Süßkramladen“ gönnen. Dieses liebevoll gestaltete Lädchen verwöhnt Sie zum Beispiel mit selbstgebackenem Teegebäck wie zum Beispiel Scones. Frisch gestärkt geht es nun weiter auf der Königstraße geradeaus zum Grünen Markt. Er war früher der Mittelpunkt des alten Fürths, hier wurde gehandelt, gefeilscht und geturnt. Deshalb werden Sie auf dem Marktplatz mehrere Skulpturen von turnenden Artisten entdecken und natürlich auch den 2004 gestalteten Gauklerbrunnen bemerken.

Panoramablick über Fürth

Über den Marktplatz gelangen Sie nun in nordöstlicher Richtung zum Kirchplatz. Hier thront die Stadtkirche St. Michael, von deren Turm aus Sie einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt werfen können. Die Kirche ist heute das einzige Gebäude Fürths, das den 30-jährigen Krieg überstanden hat. Sie wurde um 1100 erbaut und seitdem feiern die Fürther im September und Oktober ihre geliebte Michaeliskirchweih, umgangssprachlich „Färdder Kärwa“ genannt.

Einmal königliche Luft schnuppern, bitte!

Bevor Sie sich nun auf den Rückweg zum Bahnhof machen, sollten Sie unbedingt auf der bekannten Gustavstraße flanieren. Sie wurde nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf benannt, der hier 1632 im Gasthaus „Grüner Baum“ (Nummer 34) übernachtet haben soll. Sie ist nicht nur der Mittelpunkt der Fürther Kneipenszene, sondern wegen der völlig unterschiedlichen Hausfassaden ein echter Hingucker. Wie wäre es mit einem Absacker und Snack in der ehemaligen Königsherberge?

Beseelt von so vielen schönen Eindrücken „fürth“ Sie Ihr Weg nun über den Kohlenmarkt und die Schwabacherstraße bis zur Maxstraße, auf die Sie links abbiegen. Folgen Sie ihr für 300 Meter, bis Sie auf den Bahnhofsplatz gelangen und dann bequem mit der Bahn wieder nach Hause fahren.

Anreise

Rathaus Fürth
Königstraße 86
90762 Fürth
Nächstgelegener Bahnhof Fürth (Bayern) Hbf

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