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Man mag das Lenbachhaus in München zuallererst mit der berühmten – und weltweit größten – Sammlung des Blauen Reiters in Verbindung bringen, doch die Städtische Galerie bietet noch weitaus mehr: Das international agierende Museum vereint Münchner Kunst aus dem 19. Jahrhundert, Werke des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit als auch weltweit renommierte Gegenwartskunst unter einem Dach. Unterschiedlichste Stilrichtungen gegenüberzusetzen, neue Kunsttendenzen zu zeigen und bedeutende Entwicklungen zu präsentieren – das hat sich das Lenbachhaus zum Ziel gesetzt.

Die Werke der Künstlergruppe Blauer Reiter zählen heute zur Avantgarde der deutschen Moderne, dazu gehören Kreationen von Wassily Kadinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke oder Paul Klee. Während sich die Anhänger des Expressionismus bewusst vom Naturalismus lossagten, nahmen Künstler der Neuen Sachlichkeit wieder stärkeren Bezug auf die Welt des Sichtbaren. Das beweisen etwa die Werke von Georg Schrimpf oder Rudolf Schlichter, beide bedeutsame Künstler dieser Stilrichtung. Und auch Zeitgenössische Kunst hat ihren ganz eigenen kreativen Blickwinkel. Hier hervorzuheben: das Environment „Zeige deine Wunde“ (1979) von Joseph Beuys, das Besuchern die eigene Sterblichkeit eindringlich vor Augen führt.

Die Städtische Galerie richtete zu Beginn ihren Fokus vor allem auf die Münchner Kunst des 19. Jahrhunderts sowie auf die deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts, heute liegt ein großer Schwerpunkt auch auf der (inter-)nationalen Kunst der Gegenwart. Der Kunstbau, eine ehemalige U-Bahn Station und nur wenige Meter vom Lenbachhaus entfernt, bietet ausreichend Platz und spezielle Beleuchtungsmöglichkeiten für die regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen Zeitgenössischer Künstler.

Neben den zahlreichen Gemälden, Plastiken und Installationen ist auch das Lenbachhaus selbst Ausdruck künstlerischen Brillanz: Die ehemalige Stadtvilla und Künstlerresidenz war ein gemeinsames Werk des renommierten Künstlers Franz von Lenbach und des Münchner Stararchitekten Gabriel von Seidl. Erst 1929, weit nach dem Tod Lenbachs, eröffnete dort schließlich die heutige Städtische Galerie.

Zwischen Lenbachhaus und Kunstbau liegt das Restaurant und Café Ella, benannt nach dem Kosenamen von Wassily Kandinskys Künstlerfreundin und Lebensgefährtin Gabriele Münter. Gäste ruhen sich hier bei gutem Kaffee und Kuchen aus – oder genießen die europäische Küche mit italienischem Einschlag. Die Preise liegen dabei im oberen Mittelfeld. Doch der Blick von der Sonnenterrasse auf den klassizistischen Königsplatz ist jeden Cent wert.

Aktuelle Infos, Eintrittspreise und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Anreise:

Das Lenbachhaus ist vom Hauptbahnhof München in einem zehnminütigen Spaziergang ganz einfach zu erreichen. Den Hauptbahnhof auf der Ostseite verlassen und nach links über den Bahnhofsplatz gehen. Nach etwa 100 Metern die Arnulfstraße an der Ampel überqueren und geradeaus auf die Luisenstraße gehen. Der Straße 650 Meter folgen. Sie gehen direkt auf das Lenbachhaus am Königsplatz zu.

Anreise

Städtische Galerie im Lenbachhaus München
Luisenstraße 33
80333 München
Nächstgelegener Bahnhof München

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