Ausflugstipp

Neues Museum Nürnberg: Zeitgenössische Kunst und internationales Design in herausragender Architektur

Von Angesicht zu Angesicht: Freie und angewandte Kunst auf über 3000 Quadratmetern.

Mitten in Nürnbergs Altstadt, nur einen 4-minütigen Spaziergang vom Hauptbahnhof entfernt, erblickt man am Klarissenplatz, gegenüber der mittelalterlichen Stadtmauer, den Eingang des Neuen Museums. Die funkelnde Glasfront des Gebäudes zieht den Besucher sofort in ihren Bann. Auf dem Museumsvorplatz und im Eingangsbereich hinter den hohen Fensterscheiben stehen bereits die ersten Kunst- und Designexponate. Im Spiegel der Fassade verschwimmen die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum. Das Neue Museum Nürnberg bietet Raum für Malerei, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Installation ab den 1950er Jahren. Diese finden ihren Platz in einem beeindruckenden Gebäude, das allein seiner Architektur wegen schon einen Besuch wert ist. Der Berliner Architekt Volker Staab schuf hier ein beeindruckendes Museumsgebäude mit großzügigen Ausstellungsflächen in dem moderne Architekturelemente mit der denkmalgeschützten Bausubstanz der Altstadt, die den Kern des Gebäudes bildet, zu einem ganz neuen großen Ganzen verschmelzen.

Veränderung, das Zusammenspiel von Alt und Neu und stetige Perspektivwechsel sind auch der Kern der künstlerischen Perspektive, der sich das Museum verschrieben hat. Die Auswahl der ausgestellten Exponate ändert sich kontinuierlich, zeitliche und thematische Zusammenhänge erscheinen laufend in neuen Kombinationen. Neben dem Ausstellungssaal sind auch der Museumsvorplatz, das Foyer und die Fassadenräume mit ihren regelmäßigen Wechselausstellungen Schauplatz internationaler, zeitgenössischer Kunst- und Designgeschichte. Auf den über 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche fällt das Scheinwerferlicht einmal auf die Grafiken von Andy Warhol oder die bunt-karikaturistischen Malereien eines Richard Lindner. Ebenso oft stehen konkrete Fotographie, Werbeplakate oder Performancekunst im Mittelpunkt. Das Neue Museum Nürnberg erscheint bei jedem Besuch in einem ganz neuen und anderen Licht. Es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen.

Das Museum bietet zudem ein umfassendes Angebot an Führungen und mit den Ausstellungsobjekten wechselnden Workshops, die die Besonderheiten der Sammlungen immer wieder neu herausarbeiten. Kinder ab sechs Jahren können das Museum im Rahmen einer klassischen Führung mit anschließendem Abstecher in die Werkräume erkunden, oder sich mit Museumsbiene Mubi und einem kostenlosen Begleitheft voller spannender Aufgaben auf künstlerische Entdeckungsreise begeben. Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten unbedingt auch den unmittelbar angrenzenden Skulpturengarten besuchen: Alte Baumbestände und die historische Befestigungsanlage dienen dort als Kulisse für zeitgenössische Plastiken.

Tipp: Einmal im Monat findet eine öffentliche Führung zur Architektur des Neuen Museums statt.

Aktuelle Infos, Eintrittspreise und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Kunstpause gefällig? Das Kokoro, ein japanisches Restaurant direkt gegenüber des Museums, bietet traditionelle japanische Küche aus frischesten Zutaten zu moderaten Preisen. Danach kann man weiter die Kunst genießen oder im wunderbar sortierten Museumsshop stöbern. Als Andenken sollte man sich dort mindestens ein Glas „Stadtgold“-Honig mitnehmen. Der wird auf dem Dach des Neuen Museums von fleißigen Museumsbienen gesammelt.

Anreise:

Der Eingang zum Museum liegt am Klarissenplatz, nur drei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Um dorthin zu gelangen verlassen Sie den Bahnhof am Nordausgang, überqueren die Straße „Bahnhofsplatz“ an der Ampel und gehen geradeaus auf die alte Stadtmauer zu. Nach wenigen Metern erreichen Sie ein Tor, das Sie auf den Handwerkerhof führt. Gehen Sie geradeaus weiter und verlassen Sie den Hof durch das gegenüberliegende Tor direkt auf den Klarissenplatz. Hier finden Sie das Museum auf der linken Seite.  

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