Ausflugstipp

Auf den Spuren bayerischer Könige: Die Münchener Residenz und der angrenzende Hofgarten

Zeugnis des Kunstsinns und herrschaftlichen Anspruchs der Wittelsbacher von der Renaissance bis zum Klassizismus

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Einst Wohn- und Regierungssitz (1508-1918) der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige des Hause Wittelsbach, gilt die Münchner Residenz noch heute als das größte Innenstadtschloss Deutschlands und zählt mit zu den bedeutsamsten europäischen Schlossmuseen. Mitten im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt zwischen Odeonsplatz und Max-Joseph-Platz gelegen, erstreckt sich das prunkvolle Vermächtnis der Wittelsbacher, die über 700 Jahre den heutigen Freistaat prägten. Wer die Räumlichkeiten der Münchner Residenz betritt, begibt sich auf eine Zeitreise durch unterschiedliche kunsthistorische Epochen. Von der Renaissance über den Frühbarock und Rokoko bis hin zum Klassizismus: Das Original-Mobiliar steht größtenteils auch heute noch in den einst dafür vorgesehenen Gemächern, so erhalten Besucher einen authentischen Eindruck davon, wie der bayerische Adel zu Lebzeiten wohnte. Ein Highlight in dem weiträumigen Stadtschloss, das seinen Ursprung in der Neuveste, einer gotischen Wasserburg aus dem Jahr 1385, hatte, ist sicherlich das Antiquatium, einer der größten Renaissancesäle nördlich der Alpen. Ursprünglich für die Sammlung antiker Skulpturen von Herzog Albrecht V. errichtet, diente der Prachtsaal in den darauffolgenden Jahrhunderten als Fest- und Bankettsaal. Ein wenig versteckt, aber dennoch lohnenswert, ist das Cuvilliés-Theater, eines der schönsten Rokokotheater Deutschlands. Noch heute zieht das von kräftigem Rot und Gold dominierte vierstöckige Zeugnis vergangener Zeiten Besucher bei Aufführungen in seinen Bann. Kleiner Tipp: Für den ganz besonderen Flair ist es empfehlenswert, einer Vorstellung in einem der zahlreichen kleinen Balkone zu lauschen.

Wer einen Blick auf die Juwelen der Wittelsbacher werfen möchte, für den ist der Gang in die Schatzkammer der Residenz unumgänglich. Hier finden heute über 1.200 Einzelstücke wie beispielsweise die bayerische Königskrone oder der Heinrichskelch aus Jahrhunderten bayerischer Geschichte ihr Zuhause.

Aktuelle Infos, Eintrittspreise und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Im angrenzenden Hofgarten geht es heute etwas legerer zu. In früheren Zeiten lediglich der Herrschaftsfamilie vorbehalten, ist der Park nun der breiten Öffentlichkeit zugänglich und bei Einheimischen wie Besuchern eine gern genutzte Ruheoase. Ein Hingucker ist der 1615 von Heinrich von Schön d. Ä. errichtete Pavillon, der Dianatempel. Dank der speziellen Akustik geben Musiker hier oft kleine, kostenlose Konzerte – und auch Tango tanzen lässt sich hier ganz wunderbar. Wer Ruhe sucht, findet sie auf einer der vielen Bänke, auf denen die schönsten Widmungen von Münchenern an ihre Liebsten stehen. Bei gutem Wetter ist der Hofgarten auch für Boule-Spieler ein beliebter Treffpunkt, um auf den Kieswegen private Turniere auszutragen.

Wer sich nach der Reise in die Vergangenheit stärken möchte, auf den warten im Hofgarten zwei Bars, die auch Kleinigkeiten zu Essen anbieten. Ist der Hunger doch ein wenig größer, läuft man vom Opernplatz die Residenzstraße entlang bis zur Nummer 9. Dort befindet sich das Restaurant „Zum Franziskaner“. Hier gibt es rund um die Uhr typisch bayerische Spezialitäten zu moderaten Preisen. 

Anreise:

Den Hauptbahnhof am Nordausgang Richtung Arnulfstraße verlassen. Nach rechts wenden, danach geht es immer geradeaus. Am Bahnhof vorbei, dann mit dem Bahnhof im Rücken weiter gehen, über den Stachus und die Kaufingerstraße entlang, bis zum Marienplatz. Hier am Fischbrunnen links abbiegen und ca. 10 Minuten geradeaus gehen, bis kurz vor den Odeonsplatz. Hier liegt der Eingang zur Residenz zu ihrer Rechten.

Anreise

Residenz München
Residenzstraße 1
80333 München
Nächstgelegener Bahnhof München

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