Ausflugstipp

Ein Tag in Würzburg

Die ehemalige Residenzstadt ist 2018 eine der Top 10-Städte Deutschlands.

Würzburg ist eine der lebenswertesten Städte Deutschlands. Das sagen nicht nur wir und die Bewohner der 126.000-Einwohner-Stadt, sondern auch die WirtschaftsWoche. Die Zeitschrift hat deutsche Städte auf ihre Lebensqualität überprüft und die fränkische Weinmetropole in den Top Ten platziert – noch vor Hamburg. Ein Besuch in der Universitätsstadt lohnt sich also allemal. Und eine Stadttour erst recht, schließlich gibt es hier viel zu sehen.

Die Alte Mainbrücke

Punkt 1 auf der Sightseeing-Liste: zur Alten Mainbrücke schlendern. Die 185 Meter lange Steinbrücke aus dem Jahr 1703 gehört zu den schönsten Brücken Deutschlands und erinnert mit ihren eindrucksvollen, 4,5 Meter hohen Heiligenstatuen stark an die berühmte Karlsbrücke in Prag. Eine besonders schöne Tradition ist das Brückenschoppen. Zahlreiche Gastronome schenken hier, direkt auf der Brücke, Frankenwein in Schoppengläsern (0,25 Liter) an Einheimische und Touristen aus. Verweilen Sie einen Moment mit einem leckeren Wein auf der Brücke und genießen Sie den Blick über den Main. Wenn Sie Glück haben, begleitet Sie dabei noch musikalisch einer der vielen Straßenmusiker, die hier häufig spielen.

Das Würzburger Rathaus und der Grafeneckart

Von der Alten Mainbrücke geht die Stadtbesichtigung weiter zum Rathaus, das nur zwei Fuß-Minuten entfernt ist. Dafür begibt man sich wieder zurück an das Ostufer, und biegt an der zweiten Straße in die Karmelitenstraße und gleich bei der nächsten Möglichkeit wieder rechts auf den großen Platz ab. Hier handelt es sich um einen Komplex aus gleich mehreren Gebäuden der unterschiedlichsten Epochen – vor allem der Grafeneckart ist mehr als sehenswert. Das Gebäude stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist damit eines der ältesten der Stadt. Sein 55 Meter hoher Geschlechterturm ist schon von Weitem zu sehen.

 

 

 

Der Würzburger Dom

Besucher sollten unbedingt einen Blick in den nur vier Minuten vom Rathaus entfernten Würzburger Dom werfen. Um dorthin zu gelangen, verlässt man einfach das Rathausgebäude und biegt direkt nach rechts ab. Die Straße mündet in die Domstraße. Wenden Sie sich nach links und schon sehen Sie ihn, den im Jahr 1040 erbauten Dom, der aufgrund seiner Höhe die Silhouette der gesamten Stadt Würzburg prägt. Zwar gilt der Würzburger Dom als die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands. Die direkt angrenzende Schönbornkapelle ist eine Kreation des berühmten Barock- und Rokoko-Baumeisters Balthasar Neumann. Eine Besichtigung der Grablege der Fürstbischöfe aus der Familie Schönborn ist allerdings nur im Rahmen einer Domführung möglich.

Die Residenz Würzburg

Zu guter Letzt sollten Sie unbedingt die Residenz besuchen. Sie gilt als eines der schönsten Barock-Schlösser Deutschlands, sogar als eine der bedeutendsten Schlossanlagen Europas und liegt nur 500 Meter vom Dom entfernt. Einfach an der Kirche vorbei gehen und über den Paradeplatz nach rechts in die Hofstraße einbiegen. Diese führt Sie geradeaus zur Residenz. Schon 1981 wurde das imposante Bauwerk in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. 300 Jahre ist es alt – wenn auch in Teilen rekonstruiert. 1945 zerstörte ein Brand einen Großteil der Residenz und ihrer Inneneinrichtung. Heute können Besucher wieder 40 verschiedene Stilzimmer mit authentischen Ausstattungselementen – wie Original-Möbeln, -Kunstschätzen und
-Textilien bewundern. Ein besonderes Highlight ist der verspiegelte Kaisersaal mit prächtigem Stuck an der Decke. Die UNESCO befand schon damals, das Zimmer sei „das vollkommenste Raumkunstwerk des Rokoko.“

Nach der Stadtbesichtigung, lassen Sie die Eindrücke in der Bürgerspital Weinstuben bei feiner deutscher Küche in wunderschöner Rokoko-Kulisse Revue passieren. Die Weinstuben gehört zum 700 Jahre alten Bürgerspital Weingut und liegt praktischerweise an der Theaterstraße, die Sie direkt von der Residenz zurück zum Bahnhof bringt.

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