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Geschichtsträchtiger Ausflug: Auf den Spuren Nürnbergs dunkler Vergangenheit
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Geschichtsträchtiger Ausflug: Auf den Spuren Nürnbergs dunkler Vergangenheit

Verpflichtende Vergangenheit: Nürnberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die NS-Zeit aufzuklären. Auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände findet sich der berühmteste Schauplatz zahlreicher Massenaufmärsche: das Zeppelinfeld.

Das Zeppelinfeld als historischer Lernort

Ein Ausflug ins Deutschlands dunkle Vergangenheit: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände der Nationalsozialisten erstreckt sich im Südosten Nürnbergs auf eine Gesamtfläche von über 16 km². Der berühmteste Schauplatz zahlreicher Massenaufmärsche zu Propagandazwecken ist das Zeppelinfeld. Die gigantischen Freifläche mit der Zeppelintribüne ist eines der letzten baulichen Relikte aus der NS-Zeit. Dieser historische Ort zeugt von den Gräueltaten-Taten des Nazi-Regimes.


Vom Hauptbahnhof Nürnberg erreichen Sie das Zeppelinfeld in nur 17 Minuten mit der S2 (Das S-Bahnticket ist im Bayern-Ticket enthalten). Steigen Sie an der Haltestelle Frankenstadion aus. Von dort sind es 500 Meter zu Fuß: Dafür 25 Meter auf Hans-Kalb-Straße Richtung Zeppelinstraße laufen. Dort scharf rechts in die Zeppelinstraße abbiegen. Nach 140 Metern links auf die Karl-Steigelmann-Straße, um hier nach 95 Metern in die Beuthener Straße abzubiegen, die nahtlos in das riesige Areal übergeht. 

Panoramablick und hausgemachte Köstlichkeiten

Kleine Stärkung gefällig? Dann empfiehlt sich die Einkehr in der Traditions-Institution Gutmann am Dutzendteich: In der Weizenstube im Erdgeschoss gibt es neben regionalen Schmankerln auch eine Auswahl an hausgemachten Kuchen und Torten. Bei Sonnenschein lädt die großzügige Holzterrasse zum gemütlichen Verweilen ein und an kälteren Tagen die behagliche Wannerstube mit Kaminfeuer im ersten Obergeschoss. Folgen Sie der Beuthener Straße 400 Meter in Richtung Hermann-Böhm-Straße. Von dort leicht links in die Seumestraße einbiegen und ca. 350 Meter entlang gehen, bis Sie die Lokalität Gutmann mit dem herrlichen Panoramablick auf den Dutzendteich erreicht haben.

Ein „Fleisch-Pfahl“ auf dem Museumsdach

Weiter geht die Tour: Das römische Kolosseum diente als Vorbild für die Kongresshalle: Die Nationalsozialisten hatten es als zweitgrößten Monumentalbau für 50.000 Zuschauer geplant. Er wurde nie beendet. Inzwischen steht die Kongresshalle unter Denkmalschutz und darf nicht mehr abgerissen werden. Im Nordflügel des imposanten Gebäudes befindet sich das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, das über die Hintergründe der Nazipropaganda aufklärt.

Ausgehend von Ihrer Kaffee-Pause bei Gutmann erreichen Sie den Museums-Eingang, wenn Sie der Seumestraße Richtung Bayernstraße 30 Meter folgen und dann links auf die Bayernstraße abbiegen. Nach 400 Meter wieder links abbiegen auf die Große Straße, um an der nächsten Biegung erneut links einzubiegen. Nach 200 Metern befinden Sie sich vor dem Eingang zum Doku-Zentrum. 

 

 

 

 

 

Viele Besucher:innen zeigen sich beeindruckt von der Außenfassade des Museumsbaus. Der verantwortliche Architekt entschied sich einen Steg aus Stahl und Glas quer durch das Gebäude zu ziehen und ihn sinngemäß als „Pfahl im Fleisch“ zu bezeichnen. Ziel der Dauer-Ausstellung „Faszination und Gewalt“ ist es darzulegen, weshalb die Parteitage einen so großen Einfluss auf die Menschen ausüben konnten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit an vertiefenden Angeboten für Jugend- und Erwachsenengruppen teilzunehmen.

Historischer Spaziergang durch den Luitpoldhain

Zeit für einen entspannten Spaziergang in Nürnbergs größter Parkanlage und einem kurzen Abstecher zur Ehrenhalle. Ursprünglich war der Luitpoldhain ein Volkspark, der seinen Namen dem damaligen Prinzregenten Luitpold von Bayern verdankt. 1933 wurde er zu Propagandazwecken von den Nationalsozialisten umfunktioniert und die Luitpoldarena gebaut. In den 50er wurde die Arena abgebaut und der Luitpoldhain wieder zu einer öffentlichen Parkanlage erklärt.

Vom Doku-Zentrum gehen Sie in Richtung der Große-Straße und biegen nach 200 Meter darauf ab. Gehen Sie 70 Meter geradeaus und überqueren Sie die Bayernstraße. Folgen Sie 200 Meter ‚An der Ehrenhalle‘, bis Sie linker Hand vor Ihnen auftaucht. Heute dient die Ehrenhalle als Gedenkstätte für die Opfer der Weltkriege.

Entspannter Ausklang bei einer original fränkischen Spezialität: Schäufele

Beenden Sie die historische Tour mit einer original fränkischen Spezialität: dem Schäufele. Dabei handelt es sich um einen Braten, der aus der Schweineschulter inklusive Fettschwarte zubereitet wird. In der Schäufelewärtschaft sind sie dafür genau richtig: Folgen Sie der Schultheißallee für 50 Meter bis zur Tram-Haltestelle Luitpoldhain, Linie 8. Steigen Sie an der fünften Station Schweiggerstraße aus, gehen Sie die Allersbergerstraße in Richtung Schweiggerstraße bis Sie die Institution erreicht haben. Gönnen Sie sich eine Portion original fränkisches Schäufele in entspannter Wirtshaus-Atmosphäre. Vegetarier oder Freunde der saisonalen Gerichte kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Nach einem gemütlichen Abendessen in geselliger Runde geht es in knapp 15 Minuten zu Fuß wieder zurück zum Hauptbahnhof: Auf Schweiggerstraße nach Südwesten Richtung Enderleinstraße laufen. An der Allersberger-Straße nach rechts abbiegen. Nach 400 Meter links abbiegen auf Hinterm Bahnhof, bis Sie auf die Celtisunterführung treffen. Dort nach rechts abbiegen. Nach 200 Meter sind Sie am Hauptbahnhof Nürnberg angekommen, um Ihre Heimfahrt anzutreten.

Anreise
Luitpoldhain Nürnberg
Zeppelinstraße
90471 Nürnberg
Nächstgelegener Bahnhof
Nürnberg Frankenstadion

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie unbedingt vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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