Unterwegs ist der Hunger immer besonders groß. Doch wie sieht eigentlich die optimale Wegzehrung für Bahnreisen aus? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

1. Welche Getränke sind gut für unterwegs?

Mineralwasser und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees sind die perfekte Flüssigkeitsverpflegung auf Reisen – am besten in Edelstahlflaschen. Sie sind frei von Schadstoffen, nachhaltig und viel leichter und robuster als Glas. Einjährige sollten rund 600 ml am Tag trinken, Zwei- bis Dreijährige 700 ml und Kinder zwischen vier und sechs Jahren etwa 800 ml.

2. Was ist lecker, leicht verdaulich und gesund?

In die Brotbox gehören belegte Vollkornbrote und klein geschnittene Karotten, Paprika und Gurken. Wählen Sie als Aufschnitt am besten Sorten, die auch ohne Kühlung lange gut schmecken und ansprechend aussehen: Hart- statt Weichkäse und Salami statt Leberwurst. Praktisch für unterwegs sind Weintrauben. Auch anderes Obst, das nicht geschält werden muss, ist ein guter Snack zum Mitnehmen. Wenn’s etwas Süßes sein soll: Gummibärchen überstehen auch wärmere Temperaturen und vollgestopfte Rucksäcke. Aber machen Sie sich nicht zu viel Stress wegen der richtigen Ernährung auf Reisen, das ist alles halb so wild. Einjährige brauchen 120 Gramm Obst und Gemüse pro Tag, Kinder bis sechs Jahre ungefähr 200 Gramm. Wenn ein Kind unterwegs an einem Tag insgesamt die Menge eines Apfels isst, ist alles im grünen Bereich.

3. Wie wird gesundes Essen attraktiver für Kinder?

Schneiden Sie Karotten, Kohlrabi, Gurken oder Paprika in kleine Stifte oder Streifen. Denn eine Studie der Uni Dortmund zeigt: Kinder essen doppelt so viel Obst und Gemüse, wenn‘s ihnen mundgerecht angeboten wird. Falls Sie tiefer in die Trickkiste greifen wollen: Spießen Sie Apfelstücke (Zitronensäure verhindert das bräunliche Verfärben), Weintrauben, Käse und Co. auf Zahnstocher. Sie können auch verspielte Essens-Kunstwerke zubereiten: Ein Salamibrot wird zum Angry-Bird-Brot, wenn Sie es mit Gurkenstücken, Käse und einem gelben Paprika-Dreieck verzieren. Eine Handvoll Weintrauben ergeben quer aufgespießt mit zwei Olivenringen die kleine Raupe Nimmersatt. Wird der Snack zum Mitnehmen im Zug nicht ganz verputzt, hat man gleich noch etwas für die Rast im Biergarten. Denn in Bayern ist dort das Mitbringen von Essen ausdrücklich erlaubt.

4. Was hilft bei Heißhunger nach Süßem?

Hinter Lust auf Süßigkeiten steckt selten wirklicher Appetit, sondern eher Langeweile. Der perfekte, krümelfreie Reiseproviant sind Trockenfrüchte, Nüsse, Müsli-Riegel oder -Bällchen. Auch bei kleinen Wandertouren oder Spaziergängen lassen sie sich knabbern und geben einen Energie-Kick für den Rest des Weges. Unser Tipp zur Beschäftigung gelangweilter Kinder: Zuckerschoten, die sie selbst öffnen müssen.

5. Kulinarische Souvenirs für den Heimweg

Oft lauert auf dem Heimweg mit der Bahn nochmal der kleine Hunger. Es lohnt sich, einen regional-typischen Snack vom Ausflugsort mitzunehmen: Nürnberger Rostbratwürste schmecken zum Beispiel auch kalt. Oder wie wäre es mit knusprig-süßen Schneeballen aus Rothenburg ob der Tauber? Einer Münchner Butterbreze oder Bergkäse aus dem Allgäu? Kleine und große Feinschmecker werden unterwegs garantiert fündig. Tipp: In vielen Regionalzügen gibt es Familienplätze mit Tisch.

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