Tour

Der Birglandtrail

Wanderwege
Aussichtspunkt
Actionreiches Erlebnis
Geologische Besonderheiten
Naturtiererlebnis

Diese anspruchsvolle Wanderung führt dich durch dichte Wälder, vorbei an moosbedeckten Felsen und zwei Burgruinen. Entdecke den sagenumwobenen Zauberwald und genieße atemberaubende Panoramablicke!

Start
Pommelsbrunn
Dauer
6 h
Länge
19 km
Im Birgland, Foto: VGN Ulrich Büscher Birglandtrail, Foto: VGN Ulrich Büscher Lichtenegg, Foto: VGN Andrea Gaspar Lichtenegg, Foto: VGN Andrea Gaspar Foto: Uwe Miethe Foto: Uwe Miethe Foto: Uwe Miethe Gelbe Frauenschuh, Foto: VGN Ulrich Büscher Burgruine Lichtenegg, Foto: VGN Ulrich Büscher Foto: Uwe Miethe
Eckdaten zur Tour
Der Birglandtrail ist eine Schatzkiste für aktive Outdoor-Fans! Gerade und eben ist hier kaum was – es geht immer rauf und runter. Die Wandernden erwarten sagenhafte Szenerien, großartige Aussichten ins weite Land und ehemals stolze Burgen, eine versteckt, die andere weithin zu sehen. Moosbewachsene Felsen, Orchideenpfad und Zauberwald – hier ist viel Platz für phantastische Erlebnisse. Das ist das Birgland. Ein Juwel vor Nürn­bergs Haus­türe, schnell erreichbar mit dem VGN. Sonn- und Fei­er­tagsan­schluss vom 1.5.–1.11. mit dem Birgland-Express 479 mit zahl­reichen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten für die per­sön­liche Wunsch-Wanderstrecke. Oder als Zu­brin­ger mit dem Happurger Stausee-Express 334 von der Regelsmühle ins Schottental ein­stei­gen und rüber nach Fürnried auf die Birglandtrail-Hauptstrecke. Auch unter der Woche gibt’s ganzjährig Busanschlüsse von Hers­bruck und Sulzbach-Rosenberg. Zurück geht es mit der S-Bahn S1 ab Bahnhof Hartmannshof.

Diese Tour ist ein "VGN Freizeittipp“ und in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg entstanden.
Eine Wandertour für Naturliebhaber und Entdecker

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof Hartmannshof

6 Tourstationen
19 km / 6 Stunden

Endbahnhof
Bahnhof Hartmannshof

Unser Tipp: Bitte prüfe vor Fahrtantritt Deine Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof Hartmannshof

Wegbeschreibung

Ruine Poppberg

Eine Steinmauer türmt sich an der Südseite vor uns auf, die stattlichen Reste der alten Burg Poppberg! Ein echtes High­light, nichts ist restauriert oder nachträglich mit Geländern und Stufen versehen, alles strahlt ursprünglichen Charme aus. Man darf die Ruine dieser hochmittelalterlichen Adelsburg aus dem 13. Jahrhundert mit viel Vorsicht begehen und besehen, hinein­stei­gen oder kriechen, aber immer auf eigene Gefahr. Drei Stockwerke sind noch er­hal­ten, min­des­tens ein weiteres dürfte die Burg ursprünglich gehabt haben. Im Zweiten Weltkrieg war hier eine Flugwache, die den Luftverkehr um Nürn­berg beobachtete und jedes Flugzeug an die dortige Zentrale meldete.

Foto: Uwe Miethe
Foto: Uwe Miethe

Wegbeschreibung

Das Privatgelände mit dem höchsten Punkt darf auf eigene Gefahr be­tre­ten werden. Die Wandersleut laufen wieder hinunter zur Markierungstafel am Baum am breiten Weg und nehmen den schmalen Pfad, der sich manchmal leicht bergauf durch den Wald schlängelt.

Im nächsten Ort Eckeltshof im stattlichen Gast­haus „Zum Ritter“ werden frische regionale Gerichte, direkt „von Wald, Wasser, Wiese und Weide“, serviert. Eine Bus­hal­te­stel­le 424 gibt’s auch. Weiter geht es nach Buchhof. Neben einem schönen Bauerngarten wird der nächste Hö­he­punkt angekündigt: Weg­wei­ser Bärenfelsen, 1,3 Kilometer.

Bärenfelsen

Ein schöner Waldpfad führt 250 Meter hoch, der Weg verläuft nach links und nach 250 Meter noch einmal nach links. Jetzt geht es über Wurzeln und an „Mooskugeln“ und Felsen vorbei zum Gipfel. Belohnt wird der Aufstieg mit einem wunderbaren Fernblick, weit nach Norden hinaus aufs Birgland und hinüber in die Hers­brucker Schweiz.

Foto: Uwe Miethe
Foto: Uwe Miethe

Wegbeschreibung

Wieder zurück zum Abzweig verläuft der Weg ge­ra­de­aus auf dem wurzeligen Erdpfad weiter. Er schlängelt sich zwischen dem 651 Meter hohen Kappersberg (links) und dem 603 Meter hohen Fuchsberg (rechts) ab­wechs­lungs­reich durch den Wald dahin. Danach wird ein kleiner eingezäunter Seerosenteich rechter Hand passiert. Weiter bergab über freie Landschaft, an einem Spielplatz vorbei und leichtfüßig gehts nach Fürnried (km 9,8) hinein.

Auf dem mit Gold und Silber ausgezeichneten Dorfplatz muss man Sie sich zwischen dem Landgasthof Färber „Goldener Stern“ und dem Wirtshaus „Goldener Hahn“ entscheiden. Der Birgland-Express 479 bedient die beiden Bus­hal­te­stel­len (oben an der Dorfstraße und die größere am Dorfplatz), dazu gibt’s Ver­bin­dungen nach Amberg und Sulzbach.

Johann-Flierl-Museum

Zum Andenken an den Gründer der Neuendettelsauer Mission in Neuguinea gibt es im ehemaligen Schulhaus in der Schulstraße 4 (nach dem Dorfplatz beschildert rechts ab) eine Dau­er­aus­stel­lung über das in­te­res­sante Leben und Werk des Fürnrieders Johann Flierl, der schon als Kind Missionar werden wollte.

Schulstraße 2
92262
Birgland

Telefon: 09186 907906
Foto: Uwe Miethe
Foto: Uwe Miethe

Wegbeschreibung

Die Markierung Birglandtrail führt aus dem Ort hinaus Richtung Wurmrausch. Bei der Bushaltestelle führt die Tour nach links ab und gehen nach der Rechtskurve geradewegs noch ca. 200 Meter durch das langgezogene Dörfchen. An der Querstraße geht’s ge­ra­de­aus auf dem Graspfad hinauf. Weiter oben bleibt das Holzhäuschen am breiteren Weg links drüben liegen. Unser schmalerer Weg geht gerade hoch. Rechts fallen sehr regelmäßig stehende, gleichgroße Bäume ins Auge: Pappeln werden hier kultiviert zum nachhaltigen Heizen mit Hackschnitzel. Jetzt kommt das urigste Stück des Trails, es wird richtig steil und wurzelig! Ge­eig­netes Schuhwerk und zumindest ein klein wenig Trittsicherheit empfiehlt sich auf den mitunter heftig ansteigenden bzw. abfallenden Pfaden. Außerdem steht auf dem 500 – 600 Meter hohen Gebirgskamm ein weiteres High­light bevor: ge­kenn­zeich­net, neben der Birglandtrail-Markierung, mit der Nr. 34 als Zauberwald-Orchideen-Weg. 100 Hö­hen­me­ter schlängelt man sich auf dem Waldwurzelpfad hinauf, vorbei an den schon bekannten typischen „Mooskugeln“ hinüber zu hoch aufgerichteten, dabei aber schmalen Kletterfelswänden.
 

Zauberwald-Orchideen-Weg

Ungefähr ab Mitte Mai bis Mitte Juni blüht der Gelbe Frauenschuh, eine Rarität anderswo. Hier findet er ideale Bedingungen vor, denn er braucht lichten Halbschatten, wechselnde Feuchtigkeit, magere, und vor allem lockere Kalkböden. Damit er weiterhin existieren kann, ist es sehr wichtig, die lockeren Böden zu er­hal­ten und nicht durch unbedachte Tritte zu verdichten. Richtig wertvoll machen diesen Stand­ort die zauberhaften Begleitpflanzen, wie ganz be­son­ders die Blaue Akelei, das Schwarzfruchtige Christophskraut und andere Orchideenarten, wie z. B. die Fliegenragwurz, die Nestwurz, die Zweiblättrige Waldhyazinthe und die Grünliche Waldhyazinthe, auch Berg-Waldhyazinthe genannt.

Weil diese Idylle bedroht ist, hier eine ganz große Bitte an alle Fotografen und alle Passanten: Bitte immer auf den Wegen bleiben, damit diese ein­ma­ligen Schönheiten er­hal­ten bleiben! Fußtritte verdichten leider den für sie so wichtigen lockeren Waldboden. In verdichteten festgetretenen Böden können lebensnot­wen­diges CO² und Wasser nicht mehr eindringen.

Lichtenegg 2
92262
Birgland

Gelbe Frauenschuh, Foto: VGN Ulrich Büscher

Wegbeschreibung

Die Wandernden passieren den Türkenfelsen samt Felsentor und den Emilfelsen, seltsam anmutende, mit runden Löchern übersäte mauerartig hohe Felswände. Hoch oben auf dem Kamm geht’s ent­lang, die kleinen Pfade verzweigen oft, deshalb gut auf die Markierung achten.  Dort, wo der Wurzelpfad einen Links­bo­gen bergauf macht und auf einen Querweg stößt, einen fast ebenen Abstecher zur Lichtenegger Wand nach rechts machen. Zurück auf dem markierten Weg gehts wieder etwas hinauf, bevor Sie den Kronberg (rechts) mit seinen 599 Metern passiert wird. Immer steiler werdend geht’s bergab. Fast unten blitzt links eine Bank durch die Bäume, die sich als bester Brotzeitplatz mit Blick auf Burg Lichtenegg entpuppt. Der Weg führt aus dem Wald heraus zur Straße. Hier ist eine weitere Bus­hal­te­stel­le, der Birgland-Express hält al­ler­dings nicht hier, sondern 900 Meter weiter in Tannlohe. Nun gehts auf die Burgruine Lichtenegg zu. Nach dem erhöhten Platz mit mehreren Infotafeln kann man über einen Privataufgang auf eigene Gefahr zur Burgruine Lichtenegg (km 13,8) auf 585 Meter Höhe hinaufsteigen.

Burgruine Lichtenegg

Die Burgruine Lichtenegg sind Überreste einer ehemaligen Adelsburg, die vor mehr als 700 Jahren erstmals im Nürn­berger Reichssalbüchlein urkundlich erwähnt wurde, vermutlich aber noch viel älter ist. Diese Gegend war bereits vor über 3000–5000 Jahren besiedelt, wie schnurkeramische Funde beweisen. Die Burg gehörte im Mittelalter zeitweise zur Reichsvogtei Nürn­berg und wechselte bis zu ihrer Zerstörung im 15. Jahrhundert häufig den Besitzer. Seit 1998 wird sie, mittlerweile im Besitz der Ge­mein­de Birgland, auch mit privaten Mitteln restauriert. Ehemaliger Bergfried, Palas und Burgmauern lassen ihre einstige Größe und Bedeutung erahnen. Aus fast weißen Kalksteinen erbaut, leuchtet sie weithin, hoch über dem Ort Lichtenegg. Treppen wurden eingefügt, komfortabel steigt man auf 585 Höhenmeter hinauf. Oben tut sich ein einzigartiger Blick nach Franken und in die rauere, nördliche Ober­pfalz auf.

Lichtenegg 7
92262
Birgland

Burgruine Lichtenegg, Foto: VGN Ulrich Büscher

Wegbeschreibung

Hinunter läuft man gleich in Ver­län­ge­rung der Treppe kurz steil hinab, am breiteren Querweg links und am nächsten Weg spitzwinklig nach rechts. Am Waldanfang aufgepasst! Der markierte schmale Pfad geht rechts ab vom breiten Weg und kann leicht übersehen werden. Hier verläuft die Grenze von Ober­pfalz und Mit­tel­fran­ken. Die vielen Kurven im Wald führen zu einem breiten Weg mit Weg­wei­ser Haunritz. Hinab geht’s auf einem steilen und schmalen, mit einigen Stufen versehenen Wiesenpfad, flankiert von Lama-Weideland: ein Panorama-Abstieg von Feinstem, das Gast­haus „Zum Alten Fritz“, danach ist der zugehörige Aussichtsfelsen zu sehen. Dieser Dolomitfelsen, das Wahrzeichen des Dorfes, soll dem Preußenkönig Friedrich dem Großen ähnlich sehen. Am Gast­haus ist auch die Bus­hal­te­stel­le Haunritz, Zum Alten Fritz. Die Wandernden erreichen den Dorfplatz mit dem markanten Kletterer-Brunnen, passieren eine  altertümliche Papiermühle, einen Bier­gar­ten und einen großen Spielplatz, sogar mit Grillstelle. Danach folgen mehrere Torbögen des Schlosses Haunritz von 1719. Am Querweg geht’s links versetzt weiter. Zuvor kann man noch einen kleinen Abstecher nach rechts zum Fischteich am Brunnen und zu in­te­res­santen alten Wehranlagen machen, mit der Herrenmühle gegenüber. Auf dem Grasweg im Högenbachtal erwarten Sie lustvolle Final-Tal-Kilometer. Links am Wegrand tauchen die Steinmauern einer bemoosten Ruine auf, es rauscht immer lauter: Eine Karstquelle sprudelt heftig, eine willkommene Erfrischung im Sommer. Weiter gehts am Wasserwerk Hartmannshof vorbei und kurz vor der Fallmühle links. Ein weiterer aussichtsreicher Weg, hoch über Weigendorf mit Blick hinüber zum Steinbruch Hartmannshof folgt. Am Ziel, im alten Sta­ti­onsgebäude am Bahn­hof, laden zum Ab­schluss das Vorgeschichtsmuseum Urzeitbahn­hof und eine Osteria ein.

Vorgeschichtsmuseum Urzeitbahn­hof

Ein ganz besonderer Schatz ist hier zu sehen: Der Weisheitszahn eines Neandertalers gilt als bisher ältester Nach­weis eines Menschen in Bayern. Zu einer „Zeitreise“ in die Vergangenheit laden die Exponate des Vorgeschichtsmuseums Urzeitbahn­hof ein, von den Steinzeitjägern vor etwa 12.000 Jahren über alle Perioden der Vorgeschichte bis hin zum Ende der keltischen Zivilisation um 15 v. Chr. Man erfährt Wis­sens­wertes über die keltische Jagd, Nahrungsquellen, Kult- und Opferplätze sowie damalige Jenseitsvor­stel­lungen.

Die aktuellen Öffnungszeiten findet man auf der Webseite oder kann sie telefonisch erfragen.

Bahnhofstraße 7 A
91224
Pommelsbrunn

Telefon: 09154 5601
Foto: Uwe Miethe

Tourende am Bahnhof Hartmannshof

Wegbeschreibung

Zurück geht es mit der S-Bahn S1 ab Bahnhof Hartmannshof Richtung Nürnberg.

Tourenkarte

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