Startseite Ausflugsziele Durch den Sinngrund im Spessart
2021_08_11_1280_Im Sinngrund. Hölzerne Fußgängerbrücke an der Greßelmühle bei Mittelsinn, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG Wasserburg Burgsinn, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG Auenlandschaft im Sinngrund mit der Ortschaft Rieneck, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG Frohhofer Schlösschen Burgsinn, Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland Im Sinngrund bei Obersinn, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG Burg Rieneck, Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland Burg Rieneck, Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland 2021_08_12_1411_Wasserburg Burgsinn, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG Leo Weismantel Haus , Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland
Ausflugsziel

Durch den Sinngrund im Spessart

Entdecken Sie imposante Burgen und Schlösser im idyllischen Flusstal der Sinn. Diese Wanderung im Nordosten des Spessart führt sie durch die grüne Auenlandschaft und die historische Altstadt.

Start
Rieneck
Dauer
6 h
Länge
19 km
Eckdaten zur Tour
Ein idyllisches Flusstal, imposante Schlösser und Burgen und - im Frühling - ein beeindruckendes Naturschauspiel: All das erwartet Sie auf dieser Tour durch den Sinngrund im Nordosten des Spessart. Sie starten am Bahnhof Rieneck. Die historische Altstadt, mit ihren verwinkelten Gässchen, dem mittelalterlichem Fachwerk, und die markante Burganlage zeugen von einer Zeit, in der Rieneck das Zentrum einer mächtigen Grafschaft war.

Der Sinngrund schließlich bezaubert mit seiner üppig grünenden Auenlandschaft und natürlich mit seiner Perle: Burgsinn, das gleich mit drei beeindruckenden Schlössern der Freiherrn von Thüngen aufwartet. In Obersinn haben Sie Gelegenheit eine interessante historische Persönlichkeit kennen zu lernen. Leo Weismantel, in Obersinn geboren, reagierte er sensibel und vorausschauend auf die dramatischen zeitgeschichtlichen Veränderungen und nahm nach bestem Vermögen Einfluss in der Gesellschaft. Eine echte Rarität und gleichzeitig das Wahrzeichen des Sinngrunds ist die Schachblume, die Ende April die Wiesen in ein purpurfarbenes Blütenmeer verwandelt. Gleich mehrere Naturschutzgebiete wurden für die Schachblumenwiesen eingerichtet und sind entlang der Tour erlebbar.
Eine Wandertour für Entdecker, Kulturliebhaber und Naturliebhaber

Start- und Endbahnhof

Startbahnhof
Bahnhof
3 Tourstationen
19 km / 6 Stunden
Endbahnhof
Bahnhof

Unser Tipp: Bitte prüfen Sie vor Fahrtantritt Ihre Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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Mit DB Ausflug haben Sie alle Infos und Services für diese und weitere Touren immer dabei. Hier finden Sie alle Stationen und Wegbeschreibungen, praktische Karten, die auch offline nutzbar sind, Hinweise zu Öffnungszeiten und eine bequeme Planung der individuellen Anreise mit der Bahn.

Ablaufplan

Tourstart am Bahnhof

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Rieneck folgen Sie der Bahnhofstraße und der Markierung „roter Querbalken“ und biegen rechts ab in die Hauptstraße, die bis ins Zentrum des kleinen Städtchens führt. Dort befindet sich das einzigartige architektonische Ensemble aus dem Schindel-Haus auf Säulen, der klassizistischen Kirche St. Johannes und dem historischen Rathaus, in dem auch ein Museum beheimatet ist. Außen am Rathaus befindet sich ein Relikt rüder Gerichtsbarkeit: ein Halseisenpranger.

Wenn Sie sich zum Einstieg in die beschauliche Wanderung noch eine kleine Auszeit gönnen wollen, sei Ihnen das Cafe „Klein und Fein“ empfohlen. In dem historischen Fachwerkhaus in der Hauptstraße 7 ist es gemütlich und es gibt eine Vielfalt an Getränken sowie frisches, hausgemachtes Gebäck. Ein Moment Zeit, um sich auf den Besuch der Burg einzustimmen, die weithin sichtbar das Panorama des Ortes bestimmt.

Vom Stadtzentrum sind es nur wenige Schritte bis zum altehrwürdigen Gemäuer, von dem der „Dicke Turm“ dem Wanderer zur Besichtigung offen steht.

Burg Rieneck

Das sogenannte „castrum Rinecke“ wurde um 1150 durch Ludwig I., Graf von Loon und Rieneck, erbaut, um dessen Machtbereich gegen die Interessen der Hochstifte Mainz, Würzburg und Fulda zu sichern. Die Befestigungsmauern um den Burghof wurden auf der gefährdeten Bergseite im Nordwesten durch den siebeneckigen „Dicken Turm“ besonders verstärkt. In seine bis zu 8 Meter starke Außenwand wurde sogar eine kleine Kapelle eingebaut — eine Besonderheit auf dem europäischen Festland! Zusätzlich gab es zu dieser Zeit weitere Gebäude in Fachwerkbauweise. Der „Dicke Turm“ ist ganzjährig zu besichtigen. Von dort aus hat man eine schöne Sicht auf das Umland. Hinter den dicken Mauern zeugen eine alte Feuerstelle und Schlafnischen von der Lebensweise der einstigen Burgwächter.

Um 1200 wurde die Burg stärker befestigt sowie die romanische Hofkapelle und der achteckige „Dünne Turm“ erbaut, welcher anders als heute ursprünglich nur kleine Luken im Mauerwerk besaß. Nach dem Aussterben der Rienecker Grafen 1559 wurde die Burg nur noch sporadisch bewohnt, wodurch es zum steten Verfall kam. Im 19. Jahrhundert war die Anlage in Privatbesitz und wurde im Stil der Neogotik umfassend restauriert. 1929 kam es erneut zu Umbaumaßnahmen, dabei erhielt beispielsweise der „Dünne Turm“ seine Fenster. Heute befindet sich seit 1959 das Bundeszentrum des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) — vormals Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands — in der Burganlage.

Besichtigung der Kapellen nach Anmeldung auf der Burg; durch den Beherbergungsbetrieb genutzte Räume sind nicht frei zugänglich.

Schloßberg 1
97794
Rieneck

Telefon: 09354 902317
E-Mail Adresse: info@burg-rieneck.de
Burg Rieneck, Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland
Burg Rieneck, Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland

Wegbeschreibung

Zurück auf der Hauptstraße biegen Sie rechts in die Straße Sinnberg ab und überqueren dann kurz darauf links die Brücke über die Sinn. Am Kreisverkehr geht es geradeaus, dann links in den Ortswanderweg R 1. Er startet etwa mit dem Walther-Bloem-Ring. Dieser Straße folgen Sie, gehen an der Gabelung weiter geradeaus. Hinter den letzten Häusern wird die Straße zu einem Schotterweg, der sich aber gut laufen lässt. Bald erreichen Sie den Wald und gehen nun in seinem kühlenden Schatten den sehr abwechslungsreichen Wanderweg R1 weiter.

Immer wieder öffnen sich Blicke über das Flusstal unterhalb Ihres Weges. Nach einem Kilometer etwa führen Treppenstufen nach rechts zu einer Bank bei einer Bildsäule, die dem Hl. Antonius gewidmet ist. Ein kurzes Stück weiter begegnet Ihnen ein Rettungsweg, der nach links abzweigt, diesen bitte nicht nutzen, denn das Betreten des Bahngeländes ist verboten.

Sie überqueren die nördliche Einfahrt des zwei Kilometer langen Sinnberg-Tunnels und wandern oberhalb der ICE-Trasse weiter Richtung Norden. Zwei Steigungen liegen noch vor Ihnen, die knapp 100 Höhenmeter belohnen Sie jedoch dann mit einer wunderbaren Aussicht ins Sinntal. Schließlich öffnet sich der Wald, Sie gehen weiter auf dem R1 bis Burgsinn, passieren das Freibad und können sich hernach am frisch plätschernden Bach Aura erfreuen.

Auf dem Weg zur Wasserburg gibt es natürlich die Möglichkeit, für eine Rast einzukehren, beispielsweise im Cafe Müller in der Hauptstraße 12 oder im Gasthaus Stern in der Hauptstraße 8. Von hier sind es nur wenige Schritte bis zur Wasserburg.

Wasserburg Burgsinn

Die „Alte Burg“, mitten in Burgsinn gelegen, ist eine typische Wasserburg. Ein heute noch mit Wasser gefüllter Burggraben wie hier ist jedoch selten! Die Gesamtanlage hat einen trapezförmigen Grundriss, an deren Eckpunkten sich Türme befinden. Über eine Brücke an der Westseite gelangt man ins Innere. Überragt wird die Burg von dem 22 m hohen, aus massiven Buckelquadern gemauerten Bergfried. Sein quadratischer Grundriss hat eine Seitenlänge von 8,5 m. Mit diesem gewaltigen Turm prägt die Wasserburg noch heute das Ortsbild.

Das übrige Mauerwerk wurde aus Bruchsteinen errichtet, vielfach ergänzt und erneuert. Die vom ersten Geschoss an aufgesetzte Wand des nördlichen Wohnbaues besteht aus Fachwerk. Auf dem quadratischen Nordostturm wurde ebenfalls ein kleiner Fachwerkbau errichtet. Zu den ersten Lehnsnehmern gehörten 1317 die Rienecker Grafen. Einige Jahre später verlieh der Bischof von Würzburg die Burg mit allen Besitzungen an Dietz von Thüngen. Der erhaltene Bestand beruht im Wesentlichen auf Baumaßnahmen durch diesen von 1339 bis 1342. Die Burg ist immer noch in Besitz der Familie von Thüngen, wird heute aber nicht mehr als Wohnsitz genutzt.

Die Burg selbst ist nicht zu besichtigen, der imposante Bau kann aber von der Wasser-und Parkseite umrundet werden.

Burgweg 11
97775
Burgsinn

Telefon: 09356 99100
E-Mail Adresse: info@vgem-burgsinn.de
2021_08_12_1411_Wasserburg Burgsinn, Foto: Uwe Miethe, Lizenz: DB AG
Wasserburg Burgsinn, Foto: Holger Leue, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland

Wegbeschreibung

Sie verlassen den Burgpark durch das steinerne Tor in die Mittelsinner Str.. Wenn Sie nach rechts in die Poststraße abbiegen, erreichen Sie den Bahnhof von Burgsinn und können die Tour abkürzen. Wollen Sie weiter auf des Schusters Rappen unterwegs sein, dann biegen Sie an der Kreuzung links in den Wiesenweg ab und folgen von nun an dem Schachblumenweg immer entlang bzw. oberhalb des NSG und des Sinntals.

Am Ortsrand von Mittelsinn verlassen Sie die Markierung "Schachblume" und biegen nach links in die Hauptstr. ein. Nach rechts über die Sinn und dann links erreichen Sie den Bahnhof zur Abkürzung. Sie biegen nach rechts in die Brunnenstraße ein und folgen dem Radweg weiter nach Norden. Sie treffen auf die Markierung Roter Schrägstrich, biegen hier nach rechts über die Brücke und wandern auf der anderen Sinnseite bis ins Zentrum von Obersinn und zum hübschen Ensemble des Leo Weismantel Hauses.

Leo Weismantel Haus Obersinn

Das Fachwerkhäuschen, in dem heute das Leo-Weismantel-Haus untergebracht ist, ist winzig – gerade einmal 40 m² umfasst das gesamte Erdgeschoss. Ursprünglich bildeten das Haus und sein Nachbargebäude eine zusammenhängende Hofstelle. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie auf zwei Wohnhäuser aufgeteilt, in denen Tagelöhner, Steinhauer und Arbeiter lebten. Kurz nach dem Jahr 2000 standen mehrere Häuser im Ortskern zum Verkauf. Die Gemeinde Obersinn erwarb sie und plante die Anlage eines neuen Dorfplatzes. Sie veranlasste die Sanierung der „Blauen Villa“, die Renovierung der „Alte Schusterei“, den Bau eines Backofens und die Errichtung eines neuen Gebäudes für die Sparkasse. Zuletzt ließ sie das Haus in der Schulgasse 3 renovieren und darin das Leo-Weismantel-Haus einrichten.

Die Dauerausstellung im Leo-Weismantel-Haus handelt nicht einfach den Lebenslauf des 1888 in Obersinn geborenen Schriftstellers, Pädagogen und Kulturpolitikers ab. Sie möchte vielmehr seine Gedankenwelt verständlich machen und setzt dazu moderne audiovisuelle Medien ein.

Ein erster Schwerpunkt liegt auf der Prägung, die Weismantel in seinem Geburtsort Obersinn erhielt. Hautnah erlebte er den Einbruch der Moderne in die abgeschiedene, von tiefem Glauben und alten Bräuchen bestimmte Lebenswelt des oberen Sinntals mit. Zeitlebens entwickelte er Ideen, mit denen er die Folgen dieser tiefgreifenden Veränderungen abfedern wollte. Diese Ideen brachten ihn immer wieder in Kontakt mit den politischen, religiösen und wissenschaftlichen Programmen seiner Zeit und in Konflikt mit deren Vertretern. Auch diese Konflikte thematisiert die Ausstellung.

Schulgasse 3
97791
Obersinn

Telefon: 09356 5289
E-Mail Adresse: info@markt-obersinn.de
Leo Weismantel Haus , Foto: Michael Seiterle, Lizenz: Tourismus Spessart-Mainland

Tourende am Bahnhof

Wegbeschreibung

Nach dem Museumsbesuch wollen Sie vielleicht die Wanderung bei einer guten Malzeit ausklingen lassen. Hierfür empfiehlt sich das Gasthaus Eck in der Hauptstr. 40, aber beachten Sie, dass donnerstags Ruhetag ist. (Tel. 09356 5447)

Zum Bahnhof von Obersinn folgen Sie der Schulgasse und biegen nach gut 100 m rechts in der Straße "Eller" ein. Die Tour endet am Bahnhof in Obersinn.

Tourenkarte

Start

Bahnhof

97794 Rieneck

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