Ausflugsziel

Regensburgs Sehenswürdigkeiten entdecken: Rundgang durch die UNESCO-Welterbestadt

Highlight
Für Gruppen
Ganzjährig
Historisch wertvoll
Gärten und Parks

Regensburg, die kleine Metropole an der Donau hat einiges zu bieten: Vom Regensburger Dom über die historische Wurstkuchl bis zur Steinernen Brücke ist die Stadt das ideale Ziel für einen Tagesausflug mit der Bahn.

Regensburgs Sehenswürdigkeiten entdecken: Rundgang durch die UNESCO-Welterbestadt

Bevor es losgeht mit dem Stadtrundgang durch Regensburg, solltest du eines vorab wissen: Regensburg ist reich an Geschichte und bietet dir eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, die Grund für mehr als nur einen Tagesausflug liefern. Besonders charakteristisch für Regensburg sind dabei die Patrizierhäuser und Geschlechtertürme, die das Stadtbild wie in keiner anderen bayerischen Stadt prägen.

Um uns einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen, besuchen wir auf dieser Tour die bekanntesten Highlights Regensburgs. So bleibt auch noch genug Sehenswertes für deinen nächsten Besuch der UNESCO-Welterbestadt übrig.

Regensburgs römische Geschichte entdecken

Wir starten unseren Stadtspaziergang zu den Regensburger Sehenswürdigkeiten am Hauptbahnhof. Von hier aus geht es nach Norden die Maximilianstraße entlang, vorbei am östlichen Teil des Schlossparks St. Emmeram. Nach etwa 300 Metern erreichen wir schon das erste kleine Highlight unserer Tour.

Etwas nördlich des Ernst-Reuter-Platzes befindet sich eine freigelegte Stelle, an der du bis heute die Überreste der Mauer des römischen Legionslagers „Castra Regina“ sehen kannst. Die antiken Mauern, zu erkennen an ihrer Bauweise mit großen Steinquadern, wurden später in die mittelalterliche Zwingermauer integriert.

Weitere Ausgrabungen der römischen Lagermauern befinden sich etwa 150 Meter weiter nördlich im Parkhaus am Dachauplatz. Der frei zugängliche Bereich vermittelt mit Monitoren und Visualisierungen ein Bild von der bedeutenden Geschichte der Stadt an der Grenze des Römischen Reiches. Zusammen mit den Ausgrabungen am Ernst-Reuter-Platz und am Hunnenplatz gehören die Überreste zum document Legionslagermauer.

Regensburger Dom: Gotisches Wahrzeichen der Altstadt

Wir folgen der Maximilianstraße weiter nach Norden, bis diese in die Speichergasse übergeht. Vorbei am Römerturm, einem mächtigen mittelalterlichen Wohn- und Wehrturm, gelangen wir zum Herzstück der UNESCO-Welterbestadt Regensburg: dem Regensburger Dom St. Peter, einer der bekanntesten Regensburger Sehenswürdigkeiten. Der Grundstein für den gotischen Neubau wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelegt. Seine heutige Form erhielt die Kathedrale allerdings erst im Laufe einer rund 600 Jahre dauernden Entstehungsgeschichte.

So wurden die beiden Turmspitzen erst zwischen 1859 und 1869 mit Unterstützung der bayerischen Könige Ludwig I. und Maximilian II. vollendet. Achte bei deinem Besuch vor allem auf die farbenprächtigen Glasfenster aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die den Innenraum in ein majestätisches Licht tauchen.

Porta Praetoria: Römisches Tor in Regensburg

Weiter geht es über den Krauterermarkt bis zur Straße Unter den Schwibbögen. In dieser Gasse findest du bei deinem Besuch einen weiteren Hinweis auf die römischen Vorläufer der Stadt. Die Porta Praetoria ist eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke Regensburgs und die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen. Das ehemalige Nordportal gehörte zum römischen Legionslager „Castra Regina“.

Die Porta Praetoria ist knapp 2.000 Jahre alt. Erhalten sind ein Torbogen und die Reste eines Turms, die seit dem 17. Jahrhundert in die Fassade des Bischofshofes integriert sind. Wer von der geschichtlichen Bedeutung nichts weiß, kann dieses Highlight also leicht übersehen.

Historische Wurstkuchl: Regensburger Spezialitäten genießen

Stadtbesichtigungen machen bekanntlich hungrig. Da trifft es sich gut, dass unser nächster Halt von kulinarischer Natur ist. Über die Weiße-Hahnen-Gasse gelangen wir ans südliche Ufer der Donau, wo wir uns in der Historischen Wurstkuchl, der ältesten Bratwurststube der Welt, eine kleine Stärkung holen.

Schon im Mittelalter stärkten sich an dieser Stelle Steinmetze und Arbeiter, die am Bau der Steinernen Brücke beteiligt waren, sowie Hafenarbeiter. Heute bietet der Familienbetrieb seinen Gästen Bratwürste aus der hauseigenen Wursterei, hausgemachtes Sauerkraut und den bekannten Wurstkuchl-Senf. Unser Tipp für Regensburg: Unbedingt probieren. Wir wünschen guten Appetit!

Steinerne Brücke: Regensburg über der Donau erleben

Nach dieser kleinen Stärkung geht unsere Stadttour zur Erkundung der Regensburger Sehenswürdigkeiten neben dem Salzstadel weiter, in dem sich auch das UNESCO-Welterbe-Besucherzentrum befindet. Hier überquert die Steinerne Brücke die Donau und verbindet die Regensburger Altstadt mit dem Stadtteil Stadtamhof, den wir uns allerdings für den nächsten Besuch der Donaumetropole aufsparen.

Das Meisterwerk romanischer Baukunst ist eines der Wahrzeichen Regensburgs und wurde zwischen 1135 und 1146 erbaut. Heute überquert die rund 315 Meter lange Brücke mit 15 sichtbaren Bögen die Donau. Als feste Querung des Flusses war sie über Jahrhunderte von großer Bedeutung für den Handel und trug damit zum Wohlstand der Stadt bei.

Am höchsten Punkt der Steinernen Brücke stößt du bei deinem Rundgang auf eine steinerne Figur, die auf einer Säule thront. Das sogenannte „Bruckmandl“ blickt in Richtung Dom und schützt dabei mit einer Hand seine Augen vor der Sonne. Um die Figur und ihren neugierigen Blick rankt sich die Sage von einem Wettstreit zwischen dem Baumeister der Brücke und dem Baumeister des Doms.

Altes Rathaus und Immerwährender Reichstag

Unsere Tour durch Regensburg führt uns wieder zurück in die Altstadt zu weiteren Regensburger Sehenswürdigkeiten. Ursprünglich wurde der Zugang zur Stadt an der Steinernen Brücke von drei Türmen gesichert. Am Südende der Brücke steht heute noch der Brückturm. Von hier aus geht es nach Süden durch die Brückstraße bis zum Goliathhaus, einer der größten mittelalterlichen Stadtburgen Regensburgs, und von dort aus nach Westen in Richtung Kohlenmarkt.

Vor dir befindet sich nun das Alte Rathaus von Regensburg, das mit seinem 55 Meter hohen Turm, dem ältesten Teil des Gebäudes, kaum zu übersehen ist. Durch die Zubauten im Laufe seiner Geschichte gliedert sich das Rathaus in drei Teile: den Rathausturm mit anschließendem Palais, den gotischen Reichssaalbau und das Barock-Rathaus.

Von 1663 bis 1806 tagte im ehemaligen Tanzsaal des gotischen Baus der Immerwährende Reichstag, die dauerhafte Versammlung der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich. Den historischen Reichssaal, das Reichstagsmuseum und die original erhaltene Fragstatt kannst du im Rahmen einer Führung durch das document Reichstag besichtigen.

Haidplatz und Goldener Turm in Regensburg

Vorbei am Alten Rathaus führt uns der Weg weiter zum Haidplatz, einem der ältesten und traditionsreichsten Plätze Regensburgs. Der einstige Fest- und Turnierplatz wird von prächtigen historischen Gebäuden umrahmt und dient heute regelmäßig als Kulisse für Märkte und Veranstaltungen.

Unser Regensburg-Tipp: Direkt am Haidplatz befindet sich auch das Café Lila, das sich für eine kleine Kaffeepause mit Kuchen anbietet und auch vegetarische sowie vegane Alternativen bereithält.

Wir verlassen den Haidplatz mit seinen imposanten Patrizierhäusern und machen uns allmählich auf den Rückweg zum Bahnhof. Dabei folgen wir der Rote-Hahnen-Gasse bis zur Gesandtenstraße und biegen nach Osten ab. In den engen, verschlungenen Gassen der Altstadt verstecken sich viele kleine und traditionelle Läden, die zum Bummeln einladen. Bevor wir den Neupfarrplatz erreichen, wirf einen Blick in die Untere Bachgasse.

Dort erblickst du schon von Weitem den Goldenen Turm, einen 52 Meter hohen Patrizierturm aus dem 13. Jahrhundert. Der mittelalterliche Wohnturm erinnert an die wohlhabenden Handelsfamilien, die mit solchen Bauwerken ihren Einfluss und ihren gesellschaftlichen Rang demonstrierten.

Durch den Schlosspark zurück zum Regensburger Hauptbahnhof

Über den St.-Kassians-Platz und die Fröhliche-Türken-Straße gelangen wir wieder zum Schlosspark St. Emmeram. Das namensgebende Schloss St. Emmeram heben wir uns allerdings für unseren nächsten Ausflug nach Regensburg auf. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde im 19. Jahrhundert zur Residenz des Fürstenhauses Thurn und Taxis umgestaltet und bietet mit seinen Prunkräumen, dem Kreuzgang und seiner vielschichtigen Architektur reichlich Stoff für einen weiteren Besuch.

Durch den Schlosspark, vorbei am Keplerdenkmal, erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt am Hauptbahnhof.

Auf deiner Heimfahrt mit der Bahn hast du noch einmal Gelegenheit, die vielen Eindrücke der Regensburger Sehenswürdigkeiten, von den römischen Lagermauern bis zu den Meisterwerken mittelalterlicher Baukunst, Revue passieren zu lassen.

FAQs

Ja, Regensburg eignet sich sehr gut für einen Tagesausflug. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Dom St. Peter, die Porta Praetoria, die Steinerne Brücke und das Alte Rathaus liegen nah beieinander in der Altstadt.

Regensburg ist mit der Bahn aus vielen bayerischen Städten direkt oder mit wenigen Umstiegen erreichbar. Vom Regensburger Hauptbahnhof kannst du deinen Rundgang durch die Altstadt unmittelbar beginnen.

Vom Hauptbahnhof erreichst du die Regensburger Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß. Die Route führt über die Maximilianstraße in Richtung Dom und zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum.

Ja, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Regensburger Altstadt lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Die Route vom Hauptbahnhof über den Dom und die Steinerne Brücke bis zum Alten Rathaus ist kompakt und verläuft größtenteils durch das historische Zentrum.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Dom St. Peter, die Porta Praetoria, die Steinerne Brücke, die Historische Wurstkuchl und das Alte Rathaus. Auch die Patrizierhäuser und Geschlechtertürme prägen das besondere Erscheinungsbild der Altstadt.

Für einen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Mit einer Führung, einer längeren Einkehr oder zusätzlichen Besichtigungen lässt sich in Regensburg gut ein ganzer Tag verbringen.

Die Regensburger Altstadt mit Stadtamhof gehört seit 2006 zum UNESCO-Welterbe. Ausschlaggebend sind unter anderem die gut erhaltene mittelalterliche Stadtstruktur, die historischen Handelsbauten und die Bedeutung Regensburgs als politisches und wirtschaftliches Zentrum.

Bekannt ist Regensburg vor allem für Bratwürste mit Sauerkraut und süßem Senf. Eine traditionsreiche Adresse dafür ist die Historische Wurstkuchl direkt an der Steinernen Brücke.

(c) erlebe.bayern - Bernhard Huber - Wurstkuchl
(c) erlebe.bayern - Dietmar Denger - Steinerne Brücke und Bruckmandl
 (c) erlebe.bayern - Dietmar Denger - Steinerne Brücke
 (c) erlebe.bayern - Dietmar Denger - Regensburg als Modell & Steinerne Brücke im Hintergrund
(c) Regensburg Tourismus GmbH, Katja Fouad Vollmer - Regensburger Dom
(c) Regensburg Tourismus GmbH - document Neupfarrplatz
(c) Dietmar Denger - Porta Praetoria
(c) Dietmar Denger - Altes Rathaus

Anreise

Dom St. Peter
Domplatz 1
93047 Regensburg

Regensburg Hbf

Unser Tipp: Bitte prüfe vor Fahrtantritt Deine Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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