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Nürnberg und seine Sehenswürdigkeiten: Auf Stadttour durch die zweitgrößte Stadt Bayerns
Ausflugstipp

Nürnberg und seine Sehenswürdigkeiten: Auf Stadttour durch die zweitgrößte Stadt Bayerns

Die fränkische Metropole Nürnberg hat viel mehr zu bieten als den weltbekannten Christkindlesmarkt. Kommen Sie mit auf ein Stadt-Abenteuer durch die zweitgrößte Stadt Bayerns und entdecken Sie Nürnbergs Sehenswürdigkeiten. Hier trifft die vom Mittelalter geprägte Altstadt auf urbane Szene-Viertel. Jetzt mit der Bahn entdecken!

Ankunft in Nürnberg

Ihr Tagesausflug nach Nürnberg beginnt mit einer entspannten Bahnanreise. Aus München brauchen Sie mit den Zügen der DB Regio Bayern gerade mal anderthalb Stunden, von Würzburg aus sind Sie in einer guten Stunde schon am Ziel.

Am Bahnhof Nürnberg startet Ihr Stadt-Abenteuer. Gehen Sie Richtung City durch den Hauptausgang des Bahnhofs rechts auf den Bahnhofsplatz und dann nach wenigen Metern links auf das Frauentor zu. „Gräiß God“ (fränkisch für „Grüß Gott“): Hier wartet schon die erste Attraktion. Der Frauentorturm aus dem 14. Jahrhundert ist einer der vier Haupttürme der Nürnberger Stadtbefestigung und war eines der wichtigsten Zugangstore der Stadt. Heute dürfen nur noch Fußgänger passieren und das stattliche Sandsteingemäuer bestaunen. Im mittelalterlichen Handwerkerhof können Sie an den Ständen nach hochwertiger Handwerkskunst stöbern. 

3 Wahrzeichen & Nürnberg Tipps: Lorenzkirche, Museumsbrücke und Heilig-Geist-Spital 

Vom Frauentorturm aus folgen Sie der Königsstraße. Nach knapp sieben Minuten Gehzeit, stehen Sie direkt vor einer der bedeutendsten Kirchen Nürnbergs und einer der Sehenswürdigkeiten der Stadt, der Lorenzkirche. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, einmal kurz in den gotischen Prachtbau einzutreten, dessen Errichtung von 1250 bis 1477 andauerte. Die mit mittelalterlichen Glasmalereien verzierten Fenster sollte man unbedingt ein paar Minuten auf sich wirken lassen. Vielleicht kommen Sie auch in den Genuss der dreiteiligen Lorenzer Orgel, die eine der größten Orgeln der Welt ist.

Von der Lorenzer Altstadt im Süden geht es jetzt entlang der Königstraße weiter in Richtung der Sebalder Altstadt. Geteilt werden beide Bezirke durch Nürnbergs Stadtfluss Pegnitz, die Sie nun über die Museumsbrückeüberqueren. Die imposante Sandsteinbrücke mit den drei gewaltigen Bögen lädt zum Verweilen ein, denn von hier kann man im Osten das Heilig-Geist-Spital sehen. Es wurde im 14. Jahrhundert als größte städtische Einrichtung für die Versorgung von Alten und Kranken erbaut, heute befindet sich dort ein Seniorenwohnheim. Im unteren Gebäudeteil verwöhnt ein Restaurant seine Gäste mit erstklassiger fränkischer Küche und bietet einen sensationellen Blick auf die Pegnitz.

Über die Pegnitz zu einer Legende

Nun folgen Sie der Plobenhofstraße für wenige Meter und erreichen direkt den Hauptmarkt, den zentralen Platz der Nürnberger Altstadt. Hier findet an Werktagen der Wochenmarkt statt und in der Weihnachtszeit der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt. Bevor Sie weitergehen, sollten Sie hier Ausschau nach dem Schönen Brunnen halten. Um den Messingring, der in das eiserne Gitter eingeschmiedet ist, ranken sich nämlich zahlreiche Legenden. Eine davon besagt, dass der/dem, die/der einmal am goldenen Ring dreht, drei Wünsche erfüllt werden. Drehen Sie sogar dreimal, dürfen Sie sich auf viele Kinder freuen.

Mit so viel Glück im Gepäck ist es jetzt Zeit für einen Snack. Wer mit einem Nürnberger Original auf die Hand zufrieden ist, gönnt sich einfach eine Bratwurstsemmel mit original Nürnberger Rostbratwürsten („3 im Weggla“) von einem der zahlreichen Stände. Wer lieber einkehren möchte, kann das zum Beispiel im bekannten Bratwurst Röslein am Rathausplatz tun, das seit 1493 eine Nürnberger Institution und ein echter Tipp für Ihren Stadtbesuch ist. Auf der Speisekarte finden Sie nicht nur die berühmten, deftigen Nürnberger Bratwürste, sondern auch den klassischen Fränkischen Karpfen. Apropos regional: Nehmen Sie sich unbedingt ein Päckchen Original Nürnberger Lebkuchen (zum Beispiel von Lebkuchen Schmidt) mit nach Hause. Diese kann man in Nürnberg das ganze Jahr über kaufen und sie schmecken nicht nur im Winter.

Frisch gestärkt zur Kaiserburg und zu Albrecht Dürer

Jetzt geht’s weiter zu Nürnbergs Wahrzeichen. Am nördlichen Teil der Stadtmauer thront die Nürnberger Kaiserburg, eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt. Diese erreichen Sie, wenn Sie vom Hauptmarkt immer geradeaus über den Rathausplatz Richtung Burgstraße laufen und dieser folgen. Auf Ihrem Weg kommen Sie auch noch an der Sebalduskirche vorbei, die ebenfalls einen Besuch wert ist. Nun stehen Sie vor der Kaiserburg, eine der denkwürdigsten Burgen Deutschlands. Hier residierten von 1050 bis 1571 zeitweise alle römisch-deutschen Kaiser. Heute befindet sich in der zugehörigen ehemaligen Kaiserstallung eine Jugendherberge mit 93 Zimmern. Besonders spektakulär erstrahlt das Wahrzeichen Nürnbergs während der „Blauen Nacht“, einem städtischen Kulturfest, wenn sie mit aufwändigen Projektionen bunt in Szene gesetzt wird. Kein Kaiser aber einer der wichtigsten Künstler der Renaissance lebte ganz in der Nähe der Burg: In nur fünf Minuten schlendern Sie über die Obere Schmiedgasse zum Albrecht-Dürer-Haus. Das Fachwerkhaus ist das einzige Künstlerhaus aus dem 15. Jahrhundert, das in Nordeuropa erhalten blieb. Heute befinden sich darin das Museum und eine Mal- und Druckwerkstatt, in der man Dürers Techniken erleben kann.

Über 35 Museen für jeden Geschmack und ab ins Szeneviertel Gostenhof

In Nürnberg gibt es die meisten Museen pro Einwohner unter den deutschen Millionen- und Halbmillionenstädten. Ein paar der über 35 Museen liegen auf dem Rückweg vom Dürer-Haus zum Bahnhof. Ein besonders herziges ist das Spielzeugmuseum, das Sie in der Karlstraße finden, wenn Sie ihr vom Dürer-Haus Richtung Stadtmitte folgen. Hier können Sie die Geschichte des Spielzeugs von der Antike bis heute im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch erleben. Auch ein Besuch im DB Museum (Lessingstraße 6) lohnt sich sehr. Dieses historische Eisenbahnmuseum hat so viel zu bieten, dass Sie hier sogar einen ganzen Tag verbringen können. Über die Fleischbrücke, nach einem benachbarten Fleischhaus benannt, gelangen Sie weiter über die Karlstraße zurück in den südlichen Teil der Altstadt und können entweder einen kleinen Shoppingbummel in der Breiten Gasse und Karolinenstraße einlegen, oder am Germanisches Nationalmuseum stoppen. Es beherbergt die größte öffentlich zugängliche Spezialbibliothek für die Fachgebiete Kunst- und Kulturgeschichte, Volkskunde und Volkskunst und ist eine der Nürnberg Sehenswürdigkeiten, die Sie bei Ihrem Besuch nicht verpassen sollten.

Nach einem Ausflug in Nürnbergs Kunst- und Kulturgeschichte geht’s nach Gostenhof, Nürnbergs Szeneviertel, das im Südwesten an die Altstadt angrenzt. Über den großen Platz Plärrer gelangen Sie direkt mittenrein ins „GoHo“ (Anspielung auf die Londoner und New Yorker Szeneviertel SoHo) und können sich zwischen angesagten Cafés (z. B.  The Green), liebevoll bestückten Vintageläden und kunstvollen Graffitis treiben lassen.

Zum Schluss noch ein Cocktail zum Ausklingen

Damit dieser kulturell geprägte Tag vor der Rückfahrt entspannt ausklingen kann, empfiehlt sich am Schluss Ihrer Nürnberg-Sehenswürdigkeiten-Tour jetzt noch eine kleine Einkehr. Lassen Sie die Erlebnisse doch bei einem Cocktail und einem Snack Revue passieren, zum Beispiel in der karibisch angehauchten Original Bar in der Klaragasse. Sie liegt direkt beim Germanischen Nationalmuseum und von hier kommen Sie über die Grasersgasse und den Frauentorgraben in nur sieben Minuten wieder zum Hauptbahnhof. „Adee“ und bis zum „nächsdn Mol“ in der fränkischen Metropole!

Anreise
Frauentorturm Nürnberg

Nächstgelegener Bahnhof
Nürnberg Hbf
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