Ausflugsziel

Nürnberg und seine Sehenswürdigkeiten: Auf Stadttour durch die zweitgrößte Stadt Bayerns

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Schlösser & Burgen
Aussichtspunkt
Historisch wertvoll
Ausstellungen
Shopping
Kulinarisches Highlight
Städtetour

Tauche ein in das pulsierende Herz Frankens: Nürnberg. Diese schöne Stadt, berühmt für ihren Christkindlesmarkt, hat noch viel mehr zu bieten. Begleite uns auf eine Entdeckungsreise durch die zweitgrößte Stadt Bayerns und entdecke dabei Nürnbergs Sehenswürdigkeiten.

Nürnberg und seine Sehenswürdigkeiten: Auf Stadttour durch die zweitgrößte Stadt Bayerns

Nürnberg, eine Stadt voller Geschichte und Genuss, ist weit mehr als Kaiserburg, Bratwürste und Elisen-Lebkuchen. Auch als Heimat von Albrecht Dürer bekannt, wartet die Stadt mit jeder Menge weiterer Sehenswürdigkeiten auf dich. Bei einem Besuch kannst du nicht nur beeindruckende mittelalterliche Architektur bestaunen, sondern auch prachtvolle Altstadtkirchen und charmante Plätze entdecken, die nur darauf warten, von dir erkundet zu werden.

Dein Tagesausflug nach Nürnberg beginnt ganz entspannt: Mit der Bahn erreichst du den Nürnberger Hauptbahnhof bequem aus vielen bayerischen Städten. Direkt gegenüber beginnt bereits dein Rundgang durch die Altstadt.

Vom Nürnberger Hauptbahnhof in die Altstadt

Sobald du am Nürnberger Hauptbahnhof ankommst, geht das Abenteuer direkt los. Gegenüber vom Hauptausgang fällt dir sofort der Frauentorturm ins Auge. Der markante Turm entstand in seiner heutigen Form im ausgehenden 14. Jahrhundert und gehörte zu den vier Haupttürmen der Nürnberger Stadtmauer. Heute ist er ein idealer Ausgangspunkt für deine Tour durch die Nürnberger Altstadt.

Handwerkerhof Nürnberg: Handwerk und fränkische Spezialitäten

Gleich hinter dem Frauentor, direkt an der Stadtmauer, liegt der malerische Handwerkerhof – ein echtes Kleinod mitten in Nürnberg. Im ehemaligen Waffenhof bekommst du einen lebendigen Einblick in traditionelles Handwerk und fränkische Kultur. Zwischen Fachwerkhäuschen und Kopfsteinpflaster kannst du in kleinen Handwerksbetrieben stöbern und live dabei zusehen, wie Glas geblasen, Ton geformt, Gold verarbeitet oder Leder bearbeitet wird.

Viele der handgefertigten Stücke kannst du auch direkt vor Ort kaufen – ein schönes Mitbringsel von deinem Nürnberg-Ausflug.

Wahrscheinlich bemerkst du schon bald den Duft frisch gegrillter Bratwürste. Im Herzen des Handwerkerhofs findest du das historische Bratwurstglöcklein. Hier werden Nürnberger Rostbratwürste aus der hauseigenen Metzgerei traditionell über Buchenholz gegrillt und auf Zinntellern serviert. Dazu gibt es ein kühles Getränk und die passende Atmosphäre, um das Treiben im Hof gemütlich zu beobachten.

Lorenzkirche: gotische Sehenswürdigkeit in Nürnberg

Vom Handwerkerhof aus geht es weiter die Königstraße entlang in nordwestlicher Richtung. Nach etwa sieben Minuten erreichst du die imposante Lorenzkirche, eine der bedeutendsten Kirchen Nürnbergs. Der gotische Bau wurde über zwei Jahrhunderte hinweg errichtet und beeindruckt bis heute mit seinem detailreichen Inneren. Besonders sehenswert sind der berühmte „Engelsgruß“ des Bildhauers Veit Stoß, das fast 19 Meter hohe Sakramentshaus von Adam Kraft und die mittelalterlichen Glasmalereien.

Lass die kunstvollen Altäre, Skulpturen und Fenster in Ruhe auf dich wirken – sie erzählen von Nürnbergs großer Zeit als wohlhabende Reichsstadt.

Museumsbrücke und Heilig-Geist-Spital an der Pegnitz

Von der Lorenzer Altstadt im Süden geht es weiter entlang der Königstraße in Richtung Sebalder Altstadt. Die beiden Stadtteile werden von der Pegnitz getrennt, Nürnbergs Stadtfluss, der sich malerisch durch die Altstadt schlängelt. Überquere die Pegnitz über die Museumsbrücke, eine eindrucksvolle Sandsteinbrücke, die sich gut für eine kleine Verschnaufpause eignet.

Von hier hast du einen schönen Blick auf das Heilig-Geist-Spital, ein beeindruckendes Gebäude aus dem 14. Jahrhundert, das sich direkt über die Pegnitz erstreckt. Heute wird ein Teil des Gebäudes als Seniorenwohnheim genutzt. Im unteren Bereich findest du das Restaurant und die Weinstuben des Heilig-Geist-Spitals. Dort genießt du fränkische Küche und regionale Weine mit Blick auf das Wasser.

Hauptmarkt und Schöner Brunnen in Nürnberg

Lauf ein paar Schritte weiter über die Plobenhofstraße und du stehst auf dem Hauptmarkt, dem zentralen Platz der Nürnberger Altstadt. An Werktagen findet hier der Wochenmarkt statt. In der Adventszeit verwandelt sich der Platz in ein funkelndes Lichtermeer, denn dann ist hier der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt zu Hause.

Ein besonderer Blickfang ist der Schöne Brunnen. Die rund 19 Meter hohe, bunt bemalte und vergoldete Pyramide im gotischen Stil ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch von zahlreichen Legenden umrankt. Hast du den kleinen Messingring im schmiedeeisernen Gitter entdeckt? Einer Legende zufolge erfüllt das Drehen am goldenen Ring Wünsche. Wer dreimal daran dreht, soll sich sogar über reichen Kindersegen freuen dürfen. Ob etwas daran ist? Probier es aus und wünsch dir etwas.

Nürnberger Spezialitäten: Bratwürste, Karpfen und Lebkuchen

Nürnberg ist nicht nur historisch spannend, sondern auch kulinarisch ein echtes Erlebnis – geprägt von den herzhaften Aromen der fränkischen Küche. Probier unbedingt die regionalen Spezialitäten, allen voran die berühmten Nürnberger Rostbratwürste. Am besten genießt du sie klassisch als „3 im Weggla“: drei knackige Würstchen in einem knusprigen Brötchen.

Wenn du lieber Fisch magst, ist Karpfen eine typische fränkische Spezialität. Traditionell wird er in den Monaten mit „r“, also von September bis April, serviert.

Für eine genussvolle Pause lohnt sich ein Besuch im Bratwurst Röslein am Rathausplatz, eine Nürnberger Institution mit einer bis ins Jahr 1493 zurückreichenden Tradition. Hier bekommst du neben Bratwürsten auch Karpfen und weitere fränkische Gerichte in gemütlicher Atmosphäre serviert.

Kaiserburg Nürnberg: Wahrzeichen über der Altstadt

Nach deiner kulinarischen Entdeckungsreise geht es weiter zur nächsten großen Nürnberger Sehenswürdigkeit und dem Wahrzeichen der Stadt: der mächtigen Kaiserburg. Hoch über der Altstadt gelegen, ist sie von vielen Stellen Nürnbergs aus sichtbar und prägt die Silhouette der Stadt auf besondere Weise. Vom Hauptmarkt erreichst du die Burg, indem du über den Rathausplatz der Burgstraße bergauf folgst.

Auf dem Weg kommst du an der Sebalduskirche vorbei – ein weiteres architektonisches Highlight, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

Die Kaiserburg Nürnberg und ihre Besonderheiten

Und dann steht sie vor dir: die Kaiserburg, eine der eindrucksvollsten Burgen Deutschlands. Seit dem Mittelalter war Nürnberg ein wichtiger Aufenthaltsort der römisch-deutschen Könige und Kaiser. Auf der Burg hielten sie Hoftage und Reichsversammlungen ab. Die Anlage setzt sich aus der Kaiserburg im Westen und der ehemaligen Burggrafenburg im Osten zusammen.

Besonders lohnenswert sind der Sinwellturm mit seinem weiten Panoramablick über Nürnberg und der mehr als 50 Meter tief in den Felsen getriebene Tiefe Brunnen. Im Sinwellturm zeigt eine Ausstellung historische Fotografien von der Zerstörung der Burg und der Stadt im Zweiten Weltkrieg.

Ein spannendes Detail: Die ehemalige Kaiserstallung beherbergt heute eine moderne Jugendherberge – Übernachten mit direktem Blick auf die Geschichte Nürnbergs. Und wenn du während der Blauen Nacht in der Stadt bist, erlebst du die Burg noch einmal ganz anders. Bei diesem Kulturfest wird sie durch Licht- und Kunstinstallationen eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Albrecht-Dürer-Haus: Auf den Spuren des Nürnberger Künstlers

Nur fünf Gehminuten von der Kaiserburg entfernt, die Obere Schmiedgasse hinunter, wartet das nächste Highlight auf dich: das Albrecht-Dürer-Haus direkt neben dem Tiergärtnertor. Von 1509 bis 1528 lebte und arbeitete hier der berühmte Künstler Albrecht Dürer. Das Gebäude ist das einzige weitgehend original erhaltene Künstlerhaus der Renaissance in Nordeuropa.

Bereits 1828 wurde es zum ersten deutschen Künstlermuseum umgewandelt. Noch heute tauchst du hier tief in die Atmosphäre der Renaissancezeit ein.

Im Museum erfährst du Spannendes über die Geschichte des Hauses sowie über das Leben und Arbeiten Dürers. Eine Besonderheit sind die Führungen mit einer Schauspielerin, die in die Rolle von Dürers Ehefrau Agnes schlüpft. Im Grafischen Kabinett werden Werke aus den reichen Beständen der städtischen Kunstsammlungen gezeigt. In der Druckwerkstatt lernst du außerdem historische Drucktechniken kennen.

Museen in Nürnberg: Spielzeug, Bahn und Kulturgeschichte

Wenn du Nürnberg mit der Bahn besuchst, kannst du auf dem Rückweg zum Bahnhof an weiteren spannenden Museen vorbeischlendern – schließlich gibt es in Nürnberg mehr als 35 davon. Besonders empfehlenswert ist das Spielzeugmuseum in der Karlstraße. Hier entdeckst du die Geschichte des Spielzeugs von der Antike bis heute und erfährst, warum Nürnberg über Jahrhunderte als Stadt des Spielzeugs bekannt wurde.

Ein besonderes Ziel für Technik- und Bahn-Fans ist das DB Museum in der Lessingstraße 6, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit restaurierten Originalfahrzeugen, abwechslungsreichen Ausstellungen und interaktiven Elementen führt dich das älteste Eisenbahnmuseum der Welt durch die Geschichte der Eisenbahn. Das Museum zeigt anschaulich, wie sehr die Bahn Mobilität und Alltag verändert hat, und spricht Erwachsene ebenso wie Familien an.

Du merkst schon: Nürnberg hat so viel zu bieten, dass ein einziger Besuch kaum ausreicht. Zum Glück ist auch der nächste Ausflug mit der Bahn schnell geplant.

Kultur und Shopping in der Nürnberger Altstadt

Über die Fleischbrücke gelangst du zurück in den südlichen Teil der Altstadt. Hier kannst du bei einem kleinen Einkaufsbummel durch die Breite Gasse und die Karolinenstraße schlendern oder dem Germanischen Nationalmuseum einen Besuch abstatten. Es ist das größte kulturgeschichtliche Museum des deutschsprachigen Raums. Seine Sammlungen führen von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart und umfassen unter anderem Werke von Albrecht Dürer und Veit Stoß.

Zwischen dem Germanischen Nationalmuseum und dem Nürnberger Hauptbahnhof wartet das nächste Highlight auf dich: das Neue Museum. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern präsentiert es Kunst und Design von den 1950er-Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart.

Wenn du Kunst einmal anders entdecken möchtest, findest du unweit des Museums in der Hinteren Sterngasse 9 eine besondere Station: Am Kunstautomaten kannst du kleine Kunstwerke aus dem Automaten ziehen – überraschend, kreativ und jedes Mal ein Unikat.

Original Nürnberger Lebkuchen als Mitbringsel

Bevor du Nürnberg verlässt, kannst du dir noch ein Päckchen Original Nürnberger Lebkuchen mitnehmen. Ein bekannter Anbieter ist zum Beispiel Lebkuchen-Schmidt. Die würzigen Klassiker sind ein praktischer Snack für die Heimfahrt, ein schönes Mitbringsel oder eine genussvolle Erinnerung an deinen Ausflug. Nürnberger Lebkuchen gibt es das ganze Jahr über – und sie schmecken nicht nur im Winter.

Optionaler Abstecher ins Nürnberger Szeneviertel Gostenhof

Wenn du bei deinem Tagesausflug noch etwas Zeit übrig hast, lohnt sich ein Abstecher in das Szeneviertel Gostenhof, liebevoll „GoHo“ genannt. Der Stadtteil liegt südwestlich der Altstadt und begeistert mit Cafés, individuellen Vintageläden und farbenfrohen Graffitis. Hier kannst du entspannt durch die Straßen bummeln, kreative Ecken entdecken und das alternative Flair der Stadt auf dich wirken lassen.

Mit der Bahn entspannt nach Hause

Während du dich auf den Rückweg zum Hauptbahnhof machst und deine Heimreise mit der Bahn antrittst, lässt du die vielen Eindrücke des Tages Revue passieren. Mit einem Päckchen Original Nürnberger Lebkuchen in der Tasche und Erinnerungen an eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten, fränkische Gastfreundschaft und kulinarische Spezialitäten planst du vielleicht schon den nächsten Besuch. Denn eines ist sicher: Nürnberg hat noch viel mehr zu bieten.

„Adee“ und bis zum „nächsdn Mol“ in Nürnberg!

FAQs

Ja, Nürnberg eignet sich sehr gut für einen Tagesausflug. Viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie der Handwerkerhof, die Lorenzkirche, der Hauptmarkt und die Kaiserburg liegen in der Altstadt und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden.

Nürnberg ist mit der Bahn aus vielen Städten in Bayern direkt oder mit wenigen Umstiegen erreichbar. Der Nürnberger Hauptbahnhof liegt unmittelbar an der Altstadt und ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Stadttour.

Vom Hauptbahnhof erreichst du die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß. Durch das Königstor gelangst du direkt zum Handwerkerhof und kannst von dort deinen Rundgang durch Nürnberg beginnen.

Ja, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Nürnberger Altstadt lassen sich gut zu Fuß entdecken. Da der Weg zur Kaiserburg bergauf führt und teilweise über Kopfsteinpflaster verläuft, sind bequeme Schuhe empfehlenswert.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören der Handwerkerhof, die Lorenzkirche, der Hauptmarkt mit dem Schönen Brunnen, die Kaiserburg und das Albrecht-Dürer-Haus. Auch die historischen Gassen und die Aussicht von der Burg prägen eine Stadttour durch Nürnberg.

Für einen Rundgang durch die Altstadt solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Wenn du zusätzlich die Kaiserburg, das Albrecht-Dürer-Haus oder eines der großen Museen besuchen möchtest, lohnt sich ein ganzer Tag.

Nürnberg bietet eine große Auswahl an Museen. Besonders bekannt sind das Germanische Nationalmuseum, das DB Museum, das Neue Museum und das Albrecht-Dürer-Haus.

Typisch für Nürnberg sind Nürnberger Rostbratwürste, die zum Beispiel als „Drei im Weggla“ im Brötchen serviert werden. Außerdem ist die Stadt für Nürnberger Lebkuchen bekannt.

(c) Uwe Niklas - Albrecht-Dürer-Haus Nürnberg
(c) Christine Dierenbach - DB-Museum Nürnberg
(c) Christine Dierenbach - Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
(c) Uwe Niklas - Kaiserburg Nürnberg
(c) Uwe Niklas - Kaiserburg Nürnberg
(c) Christine Dierenbach - Sebalduskirche Nürnberg
(c) Christine Dierenbach - Museumsbrücke Nürnberg
Museumsbrücke Nürnberg
Aussicht von Kaiserburg Nürnberg

Anreise

Frauentorturm Nürnberg


Nürnberg Hbf

Unser Tipp: Bitte prüfe vor Fahrtantritt Deine Zugverbindung und die erwartete Auslastung.

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